Neuer Grenzstein zwischen Ernsthausen, Münchhausen und Wollmar

64 Zentimeter zu weit im Osten

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Vermessungsfachmann Hermann Briel ermittelt die korrekten Koordinaten, die Ortsvorsteher von Ernsthausen, Münchhausen und Wollmar sowie die Bürgermeister Lothar Koch und Peter Funk beenden die inszenierten Grenzstreitigkeiten mit einem hochprozentigen Schluck.Foto: Frank Seumer

Burgwald-Ernsthausen - Grenzstreitigkeiten wie anno dazumal inszenierten die drei Ortsvorsteher von Wollmar, Münchhausen und Ernsthausen am Sonntagmorgen. Der neue Stein zwischen den drei Gemarkungen sitzt 64 Zentimeter zu weit im Osten.

Mit einem Schaumkuss und einem Schnaps beendeten die drei Dörfer Wollmar, Münchhausen und Ernsthausen die „Zankerei“ um das Land und besiegelten ihre Freundschaft am gemeinsamen Punkt aller drei Gemarkungen. „An der Münchhäuser Seite“ oder „An der Ernsthäuser Höh“ westlich der Windräder wurde am Sonntagmorgen ein neuer Grenzstein eingeweiht, der von zwei Unternehmen gestiftet worden war.

Vermessungsfachmann Hermann Briel hatte zuvor den Stein eingemessen und festgestellt, dass Ernsthausen 64 Zentimeter Land verliert. Die Wollmarer kündigten scherzhaft ein „Gegengutachten“ an. Die Bürgermeister Peter Funk aus Münchhausen und Lothar Koch aus Burgwald sowie die Ortsvorsteher Bodo Mollodych (Münchhausen), Wolfgang Henseling (Wollmar) und Frank Kleinwächter (Ernsthausen) freuten sich mit rund 100 Gästen über das Zusammentreffen der Nachbarn über Kreisgrenzen hinweg. „Aus solchen Situationen können neue Verbindungen und Freundschaften erwachsen“, sagte Uli Mengel, Vorsitzender des Münchhäuser Grenzgangsvereins.

Vom 12. bis 15. September laden die Münchhäuser zu einem großen Grenzgangsfest ein. Bei den Vorbereitungen war die Idee zum neuen Grenzstein entstanden. (sr)

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