Gedenkfeier erinnerte an Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft

Kranzniederlegung: Unser Bild zeigt Volksbund-Vorsitzenden Landrat Dr. Reinhard Kubat und Kreisgeschäftsführer Stabsfeldwebel a.D. Rainer Schellenberg am Mahnmal. Links von ihnen der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß. Foto: Clausen

Frankenberg. Der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen wurde am gestrigen Volkstrauertag in vielen Städten und Gemeinden gedacht. Auf dem Frankenberger Friedhof fand die zentrale Gedenkfeier für den Altkreis statt.

Mahnende Worte fanden Pfarrer Horst Schiffner und Bürgermeister Rüdiger Heß in ihren Ansprachen. Pfarrer Schiffner hinterfragte, ob wir in Deutschland den Volkstrauertag noch brauchen, da es uns allen doch relativ gut gehe. „Unbedingt“, lautete sein Fazit. So lange es auf der Erde durch Krieg und Naturkatastrophen verwaiste Kinder, geschändetes Menschenrecht, Verzweifelte auf der Flucht, getötete Soldaten, die sich für den Schutz des Lebens eingesetzt haben gebe, so lange Waffen auf andere Menschen gerichtet seien, so lange seien wir aufgerufen, miteinander zu gedenken, wie dies am Sonntag geschah.

Pfarrer Schiffner mahnte Mitgefühl mit anderen Menschen an. Daran entscheide sich, ob der Frieden bewahrt werde. Es sei nicht zufällig, dass anderen erst das Mitgefühl genommen werde, bevor sie zu Unmenschen würden. Man müsse aus der Geschichte für die Zukunft lernen.

Auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß hob die Bedeutung des Volkstrauertages hervor, um die Schrecken von Krieg und Gewalt nicht zu vergessen und für Versöhnung, Frieden und Achtung der Menschenrechte einzutreten. Kriegsgräber seien Lernorte, die deutlich machen, wohin Gewalt führe.

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Von Hans-Werner Clausen

Quelle: HNA

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