Ziege rettete sich vor dem Schlachter

Ziege rettete sich vor dem Schlachter

Bottendorf. Buchstäblich dem Tod von der Schippe gesprungen ist eine Ziege in Bottendorf. Das Tier, das ursprünglich auf einem Bauernhof zwischen Bottendorf und Frankenberg lebte, war zum Schlachten zu Metzgermeister Hans-Georg Schneider nach Bottendorf gebracht worden.

Auf dem Weg zum Schlachtraum sprang die braune Ziege aus dem Stand über die zwei Meter hohe Einzäunung des Schlachtgangs. „Ich hätte ja nie gedacht, dass Ziegen so hoch springen können“, sagte Schneider. Alle Versuche, das Tier einzufangen, scheiterten. „Dazu ist die Ziege einfach zu schnell“, erklärte Schneider. Er hofft, dass das Tier zurück zu seiner Herde läuft.

Doch Heimweh hat die Ziege bislang offenbar nicht. Stattdessen wurde sie mehrfach im Bottendorfer Wohngebiet Königsberg gesehen.

Die Polizei beteiligt sich nicht an der Suche, denn von dem Tier gehe keine Gefahr aus. „Unsere Wärmebildkamera hat auch keine Einstellung für die Suche nach einer Ziege“, erklärte Polizeisprecher Dirk Virnich schmunzelnd. 

Falls die Ziege Vorgärten verwüste, sei das eine zivilrechtliche Angelegenheit, sagte Virnich. „Bei Schäden haftet der Besitzer des Tieres, nicht der Metzger.“ Virnich rät Hauseigentümern, Schäden mit Fotos zu dokumentieren und sich an den Besitzer zu wenden. „Man muss aber nachweisen, dass die Ziege der Übeltäter war.“ (fsz)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare