Thomas Scheerer leitete zum letzten Mal eine Frankenauer Stadtverordnetensitzung

Ziegenbock zum Abschied

Maskottchen: Einen Bock aus Holz gab’s für den scheidenden Parlamentschef Thomas Scheerer von Bürgermeister Björn Brede. Foto: Müller

Frankenau. Bevor er die Sitzung des Frankenauer Parlaments schloss, war Thomas Scheerer selbst noch zum Tagesordnungspunkt geworden. Zwar wird der Stadtverordnetenvorsteher wie alle anderen scheidenden Parlamentarier erst am 2. Mai mit der konstituierenden Sitzung des neuen Parlaments verabschiedet, Lob und Dank gab es für ihn aber bereits am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus von Dainrode.

Dies sei für Scheerer die letzte Sitzung „als Chef dieses hohen Hauses“, erklärte Bürgermeister Björn Brede lächelnd und ließ Scheerers kommunalpolitische Laufbahn Revue passieren: 18 Jahre lang saß dieser im Frankenauer Parlament, gehörte zehn Jahre dem Ältestenrat an und war seit 2006 Stadtverordnetenvorsteher. Als solcher habe Scheerer sich durch seine neutrale, sachliche und faire Art Anerkennung erworben, sagte der Bürgermeister.

So manche anstrengen Sitzung sei sicher dabei gewesen, aber auch viele erfolgreiche Parlamentsabende mit wegweisenden Entscheidungen. Brede dankte Scheerer im Namen der Stadt und persönlich und richtete auch den Dank seines Amtsvorgängers Dr. Reinhard Kubat aus, der bis Ende 2009 Bürgermeister war.

Dank und Lob

Als handfesten Dank gab es für Scheerer einen Präsentkorb – und etwas, „was Frankenau derzeit sehr fehlt“, wie Brede in Anspielung auf den großen Holzziegenbock formulierte, der jüngst spurlos aus der Stadtmitte verschwunden war. Scheerer erhielt das Stadtmaskottchen im handlichen Format mit Namensgravur. „Es hat mir immer Spaß gemacht“, sagte er mit Blick auf seine Zeit im Parlament. „Aber irgendwann muss man auch einmal sagen: Das war’s.“ Schließlich brauche die Politik auch immer wieder neuen Schwung und frische Ideen. Eines hob er besonders hervor: Das Miteinander in den vergangenen fünf Jahren sei im Parlament sehr gut und konstruktiv gewesen: „Danke an alle dafür, es gab auch schon andere Zeiten.“ (mam)

Quelle: HNA

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