Bromskirchen

Ziel: Den Gang vors Gericht vermeiden

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- Bromskirchen (da). Wenn Rehe die Rinde vom Baum knabbern oder Setzlinge fressen, können die Schäden für Waldbesitzer groß sein. Mit den jeweiligen Jagdpächtern müssen sie sich dann über die Begleichung einigen – damit das gelingt, hilft Uwe Rudersdorf.

Rudersdorf ist neuer, ehrenamtlicher Sachverständiger für die Ermittlungen von Wildschäden und wird zwischen Waldbesitzern und Jagdpächtern vermitteln. Beauftragt wird er von den Kommunen Bromskirchen, Hatzfeld, Allendorf, Battenberg und Frankenau. Gestern überreichte ihm Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese im Beisein von Andreas Schmitt, Leiter des Frankenberger Forstamts, die Ernennungsurkunde. Rudersdorf ist für die Begutachtung von Schäden in insgesamt 15 000 Hektar Wald zuständig.

Zweimal im Jahr können Waldbesitzer von Wild verursachte Schäden in den Ordnungsämtern der Gemeinden melden. Die informieren dann Uwe Rudersdorf, der in einem sogenannten Vorverfahren die Schadenshöhe schätzt. Keine ganz einfache Aufgabe, denn beide Parteien müssen zufrieden sein. Wird keine gütliche Einigung erzielt, wird aus dem Vorverfahren eine Gerichtsverhandlung. Deshalb müsse die Aufgabe jemand wahrnehmen, „der sich auskennt“, erläuterte Karl-Friedrich Frese. Bislang war dies der pensionierte Forstbeamte Heinz Friedrich aus Battenberg, der das Amt aus Altersgründen nicht weiter ausüben wollte. Auch sein Nachfolger Uwe Rudersdorf ist vom Fach: Er war viele Jahre Revierleiter in Bromskirchen, seit vier Jahren ist er im Ruhestand.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 30.Juni

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