Dorfarchiv in Dodenau

Ziel: Historische Daten auch im Internet

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Battenberg-Dodenau - "Wahre Schätze" befinden sich in der Sammlung der Gemeinde, berichtete Manfred Glöser in einer Bürgerversammlung.

Die Idee, ein Dorfarchiv einzurichten, ist nicht neu: Schon im Vorfeld des 825-jährigen Bestehens vor drei Jahren war das als möglichesBetätigungsfeld des Vereins "825 Jahre Dodenau" genannt worden. Inzwischen sind die Pläne konkret, ein erster Raum sogar eingerichtet: Er befindet sich in der alten Schule, wo auch Jugendclub und die die Verwaltungsstelle untergebracht sind.

Während einer Bürgerversammlung am Mittwoch im Hotel Sassor stellte Manfred Glöser die Pläne vor und warb um Unterstützung. Glöser sei ein "Motor" des Vereins, sagte Vorsitzender und Ortsvorsteher Wolfgang Stein.

Alte Akten sollen detailliert aufgelistet und auch digital erfasst werden. "In dieser Hinsicht sind uns Nachbargemeinden um Jahre voraus", sagte Glöser. Gemeinsam mit Erika Hasig, Bernd Müller und weiteren Heöfern hat er den ersten von bisher zwei Räumen hergerichtet. An dem zweiten Zimmer sind ebenfalls noch Arbeitseinsätze geplant. Eckhard Guntermann aus Bromskirchen hat die Dodenauer bei der Einrichtung des Archivs beraten.

Zum Gemeindearchiv gehören "einige Schätze", berichtete Manfred Glöser: Zum Beispiel alte Gemarkungepläne aus dem 19. Jahrhundert. In nächster Zeit werden mit dem Erfassen, Sortieren und Einlagern begonnen, sagte Glöser.

Ziel ist, dass die Daten sogar per Internet abrufbar sind und beispielsweise Deutschstämmige im Ausland nach Vorfahren in Dodenau forschen können. Der Verein will deshalb auch Kontakt zu überregionalen Archiven wie das hessische Staatsarchiv in Marburg aufnehmen. Auch im Fürstlichen Archiv Sayn-Wittgenstein würden noch Dokumente lagern, die Dodenau betreffen erläuterte Glöser: Denn bis zum 17. Jahrhundert gehörte ein großer Teil der heutigen Dodenauer Gemarkung zur Vogtei Elsoff.

Mittelfristig seien aber auch andere, besser geeignete Räume nötig, sagte Manfred Glöser. Doch die Herrichtung der Zimmer in der alten Schule seien ein wichtiger erster Schritt: "So können wir wenigstens mit dem Aufarbeiten beginnen."

Während der Bürgerversammlung sprachen sich einige Dodenauer dafür aus, auch mit der Kirchengemeinde Gespräche zu führen mit dem Ziel, möglichst ein gemeinsames Heimat-Archiv aufzubauen. Ortsvorsteher Wolfgang Stein erläuterte, dass auch Privatpersonen eigene Dokumente an das Archiv zur Aufbewahrung geben können - zum Beispiel Dodenauer, die Vereinsunterlagen oder Zeitungsausschnitte gesammelt haben. Darauf hofft auch Manfred Glöser: "Es gibt viele Schätzchen in den Häusern, die zumindest in Kopie im Archiv lagern könnten."

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