Zusätzliche Werkstattplätze für Menschen mit seelischer Behinderung

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Mehr Platz für die Mitarbeiter: (von links) Thomas Nierhaus, Mirko Soult, Michael Brosinski und der Leiter der Einrichtung, Martin Henke, eröffneten die neuen Räume in der Werkstatt in Schreufa. Hier werden z.B. Seitenfeger für Kehrmaschinen gebaut.

Schreufa. Sechs Monate dauerten die Umbauarbeiten der Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung in Schreufa. Jetzt können die bisherigen und die neuen 29 Beschäftigten die Räume nutzen.

Mit einem Fest eröffneten Mitarbeiter der Lebenshilfe die umgebaute Werkstatt im Industriepark Herrenwiese. „Die Werkstatt ist keine Sackgasse für die Mitarbeiter, sondern ein Rückweg in das normale Leben“, sagte Dr. Wolfgang Werner vom Lebenshilfe-Werk. Die Werkstatt sei ein Schritt auf dem Weg zur Wiedereingliederung. Insgesamt konnte die Zahl von 16 auf 45 Plätze für seelisch erkrankte Menschen in der Werkstatt erhöht werden.

Am Beispiel der vielen Burnout-Fälle werde deutlich, wie schnell jeder in eine Situation kommen könne, in dem es einem nicht gut gehe, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. „Die Arbeit schafft Selbstvertrauen, um am Leben teilzunehmen“, sagte er.

Für Gänsehaut sorgte Conrad Zimmermann, der das Lied „Heart of Gold“ sang und dazu auf der Gitarre spielte. Er arbeitet in der Werkstatt in Bad Wildungen. „Die neuen Räume bieten unseren Mitarbeitern vor allem mehr Ruhe, da die einzelnen Arbeitsbereiche voneinander getrennt und die Gruppen kleiner sind“, sagte Edith Ide von der Lebenshilfe.

Von Max Holscher

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Quelle: HNA

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