Studium Plus und Viessmann-Schule kooperieren

Zusammen für die Zukunft der Region

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Federstrich für die Zukunft: Norbert Müller, Carsten Placht und Prof. Dr. Harald Danne (sitzend, von links) unterschreiben den Kooperationsvertrag zwischen Hans-Viessmann-Schule und Studium Plus, bezeugt von Prof. Dr. Gerd Manthei, Gesa Deinert, Matthias Bank und Friedhelm Pfuhl (stehend, von links).

Frankenberg/Bad Wildungen - Zwei große Bildungseinrichtungen wollen künftig gemeinsame Sache machen: Studium Plus und die Hans-Viessmann-Schule schließen einen Kooperationsvertrag - für eine optimale Bildung im Berufsleben.

Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) arbeitet seit gestern Mittag im Rahmen ihres dualen Studienangebots Studium Plus mit beiden Beruflichen Schulen im Landkreis zusammen. Nachdem bereits vor einigen Monaten ein Kooperationsvertrag zwischen Studium Plus und den Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen geschlossen wurde (WLZ-FZ berichtete), folgte gestern die Unterschrift unter einen entsprechenden Vertrag mit der Hans-Viessmann-Schule. „Ich wünsche mir, dass die hier gesetzten Pflanzen weiter gedeihen“, sagte Prof. Dr. Harald Danne, leitender Direktor des Zentrums für duale Hochschulstudien an der THM.

Mit Studium Plus ist Deutschlands viertgrößte Fachhochschule gleich zweimal im Landkreis vertreten - Außenstellen existieren in Frankenberg und Bad Wildungen. Dort sind ebenfalls die Standorte der Hans-Viessmann-Schule angesiedelt. Deren Leiter Carsten Placht nannte den Kooperationsvertrag „kein reines Lippenbekenntnis“, sondern ein Projekt, das mit Leben gefüllt werden soll. Schon das Programm „Studieren probieren“ der beiden Partner sei ein Erfolg - es soll im Herbst in die nächste Runde gehen. Fachschüler können dort erste Scheine erwerben, die in einem späteren Studium an der THM anerkannt werden. So sparen die künftigen Studenten Zeit und gewinnen noch vor Erreichen ihrer Fachhochschulreife einen Einblick in das Studentenleben. Norbert Müller, Vorsitzender des Vereins Competence-Center Duale Hochschulstudien der gut 550 an Studium Plus entsendenden Unternehmen, benannte die Problematik vieler Firmen in der Region, qualifizierte Fachkräfte zu finden: „Es gibt schon heute Unternehmen, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können“, sagte er. Dabei sei die Vorbereitung eines technischen Studiums mit fachlicher Vor-ausbildung eine der großen Stärken Deutschland - und etwa in den USA oder China unbekannt. Die Zusammenarbeit soll diese fachliche Vorausbildung verstärken. Der Idealfall: Eine Bildungsbiografie von der weiterführenden Schule über die Hans-Viessmann-Schule bis zu einem dualen Studium bei Studium Plus mit Praxisphasen direkt im Betrieb.

Friedhelm Pfuhl, Leiter des Fachdienstes Schulen, nannte Investitionen in Bildung „interessant, wichtig und notwendig“. Er lobte, dass die THM über die Kooperationen nicht nur unter Partnerunternehmen, sondern direkt unter Schülern werbe. Dass dies erfolgreich ist, beteuerte Prof. Dr. Gerd Man­thei, Direktor von Studium Plus. Mit Blick auf das stärker als erwartet nachgefragte Programm „Studieren probieren“ sagte er prägnant: „Mir ist um dieses Programm nicht bange.“

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