Das Zusammenleben ist wie ein Puzzle

- Der Maschinenbautechniker Michael Kombächer kommt viel herum. Mehrmals im Jahr reist er für seinen Arbeitgeber nach China oder Indien. Seine zwölfjährige Tochter lässt der alleinerziehende Papa dennoch ganz beruhigt in Deutschland zurück - die Firma finanziert Milena eine Rundum-Betreuung.

Wäsche bügeln, kochen, arbeiten gehen und für die Tochter da sein: Was viele Familien zu zweit stemmen, macht Michael Kombächer alleine. Er ist alleinerziehender Vater. Seine zwölfjährige Tochter Milena lebt seit zwei Jahren bei ihm.

Der Tagesablauf ist straff durchgeplant, damit die Zwölfjährige nie lange alleine ist. Morgens verlässt Michael Kombächer das Haus 20 Minuten vor seiner Tochter. „Ich kann mich da völlig auf meine Tochter verlassen, dass sie pünktlich zur Schule geht.“ Die Arbeitszeit hat Kombächer mit der Firma Osborn zudem so geregelt, dass er eine Mittagspause ausfallen lässt und dafür etwas früher nach Hause fährt.

Der Maschinenbautechniker beschreibt den Alltag vieler Alleinerziehender. Trotzdem ist es bei ihm manchmal ganz anders als bei anderen: Oftmals muss er beruflich für bis zu zwei Wochen ins Ausland. Milena muss er dann in Deutschland lassen - schließlich wartet die Schule auf sie.

„In den vergangenen zwölf Monaten war ich drei Mal zwei Wochen in Indien und China. Demnächst geht es eventuell nach Brasilien“, sagt der alleinerziehende Papa. „Ich muss mir aber keine Gedanken um Milena machen. Die Betreuung ist zu 100 Prozent organisiert. Da kann ich mich auf meinen Arbeitgeber verlassen.“ Der sorgt nicht nur dafür, dass Milena eine Tagesmutter hat, sondern übernimmt auch die Kosten.

Milena hat zwei feste Betreuungspersonen, die sich im Wechsel um sie kümmern. Nach der Schule geht sie zu ihnen und übernachtet auch dort. An den Wochenenden ist sie bei ihrer Mutter. „Meine Tochter fühlt sich damit wohl. Außerdem bin ich rund um die Uhr telefonisch für sie erreichbar." (pk)

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