Gemünden

Zweckverband bleibt beim Nein

- Kellerwald-Gemünden (gl). Der Frischwasserpreis in Gemünden und der Bunstruth soll nicht erhöht werden. Die Verbandsversammlung des Wasserleitungszweckverbands hat sich erneut gegen eine Anhebung des Preises auf 1,70 Euro pro Kubikmeter ausgesprochen.

Die Wasserpreise in der Kernstadt und in den Stadtteilen Grüsen und Sehlen sowie in den Hainaer Ortsteilen Halgehausen und Bockendorf werden vorerst doch nicht erhöht. Das hat am Donnerstagabend die Verbandsversammlung des Wasserleitungszweckverbands Gemünden-Bunstruth (WLZV) beschlossen.

Die Orte werden vom WLZV mit Trinkwasser versorgt. Dessen Haupt- und Finanzausschuss hatte Ende des vergangenen Jahres empfohlen, die Preise für Frischwasser von 1,45 Euro auf 1,70 Euro je Kubikmeter zu erhöhen, um den defizitären Gebührenhaushalt wie gesetzlich vorgeschrieben auszugleichen. Dieser Empfehlung war die Verbandsversammlung in einer Sitzung am 14. Dezember nicht 
gefolgt. Gemündens Bürgermeister Frank Gleim hatte als Vorsitzender des Verbandsvorstands am 20. Dezember gegen diese Entscheidung Widerspruch eingelegt (FZ berichtete). Er sieht dadurch die Hessische Gemeindeordnung verletzt, der der Zweckverband unterliegt.

Durch diesen Widerspruch war eine erneute Abstimmung nötig geworden. Gleim begründete seinen Widerspruch in der Sitzung vom Donnerstag mit dem voraussichtlichen Defizit von mehr als 41 000 Euro im Haushalt des Verbandes für das Jahr 2011.

Ein Antrag aus der Versammlung, das Defizit mit noch vorhandenen Rücklagen auszugleichen, wurde mit vier zu drei Stimmen abgelehnt. Mit dem gleichen Stimmverhältnis wurde der Widerspruch des Gemündener Bürgermeisters abgelehnt, das Nein zur Preiserhöhung vom 14. Dezember also bestätigt.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 22. Januar.

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