Silvester im Frankenberger Land

Nur zweieinhalb Tage Zeit für Verkauf

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Es gibt auch jugendfreie Silvesterkracher: Jürgen Scholl

Frankenberg - Batterien, Böller und Kanonenschläge: Heute startet der Feuerwerksverkauf für die bevorstehende Silvesternacht. In diesem Jahr stehen die Feuerwerkskörper nur an zweieinhalb Tagen in den Regalen - dabei dürfte die Wahl nicht schwerfallen, denn der Handel hat vor allem Altbewährtes im Angebot.

Knaller, Kracher und Fontänen in allen Formen und Farben werden ab heute verkauft. „Etwas wirklich Nagelneues gibt es in diesem Jahr nicht“, berichtet Jürgen Scholl vom Werkmarkt „Eisen-Finger“ in Frankenberg. Seit einigen Jahren erfreuen sich Feuerwerksbatterien großer Beliebtheit - und die sind auch in diesem Jahr wieder erhältlich. Diese Batterien müssen nur einmal angezündet werden und feuern dann 225 Schüsse ab - einige sogar noch mehr.

Beim Kauf der Feuerwerkskörper sollten die Käufer auf die BAM-Nummern von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung achten, rät Scholl. Diese befindet sich auf der Verpackung. Darüber hinaus gibt es weitere Merkmale, mit denen sich in Deutschland zugelassenes Feuerwerk identifizieren lässt: So sind Name und Adresse des Herstellers, die Art des Feuerwerkskörpers, eine Gebrauchsanweisung in Deutsch, die Altersgrenze, der einzuhaltende Schutzabstand sowie die Netto­explosivmasse (NEM) auf der Packung zu finden.

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist nicht überall gestattet. Die Sprengstoffverordnung untersagt das Abbrennen von Pyrotechnik in der Nähe von geschützten Gebäuden.

Diese Vorschrift gilt insbesondere für die historischen Stadtkerne mit ihren vielen Fachwerkhäusern. Außerdem zählen Kirchen, Krankenhäuser und Kinder- und Altersheime als besonders geschützte Gebäude.

Wer in der Silvesternacht mit dem Auto unterwegs ist, sollte darauf achten, seinen Wagen nicht dort abzustellen, wo groß gefeiert wird, rät der ADAC. Trifft eine Rakete oder ein Böller aus kurzer Entfernung auf ein Auto, so haftet in diesem Fall derjenige, der die Rakete gezündet hat. Wenn kein Verantwortlicher zu ermitteln ist, übernimmt die Teilkaskoversicherung die Kosten für Brand- und Explosivschäden sowie zertrümmerte Scheiben.

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