Vater rettet Sohn aus Wohra: Eineinhalbjähriger beim Spielen in den Fluss gefallen

Gemünden. Ein Vater hat seinen kleinen Sohn aus der Wohra bei Gemünden gerettet. Der eineinhalbjährige Junge war beim Spielen in den Fluss gestürzt. Er musste reanimiert werden und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

Kurz nach dem Unfall sei das Kind wieder ansprechbar gewesen, erklärte die Polizei. Es habe das Unglück offenbar unbeschadet überstanden. Neuere Erkenntnisse zum Gesundheitszustand lägen nicht vor.

Wie die Polizei berichtete, waren zwei Väter aus Gemünden am Dienstagnachmittag mit fünf Kindern auf einem Fußweg zwischen dem Festplatz und der Straße „In den Bickelgärten“ unterwegs. Plötzlich sei eines der Kinder gegen 16.30 Uhr verschwunden gewesen. Der 36 Jahre alte Vater des Jungen lief geistesgegenwärtig sofort zur wenige Meter entfernten Wohra. Dort entdeckte er seinen Sohn. Laut Polizei sprang der Mann sofort ins Wasser und rettete seinen bewusslosten Jungen aus dem eiskalten Fluss, der dort 50 Zentimeter tief ist. Der zweite Vater, ein ausgebildeter Rettungssanitäter, reanimierte den Jungen und versorgte ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte, die von einem weiteren Passanten verständigt worden waren. Die alarmierte Notärztin und die Besatzung eines Rettungswagens eilten nach Gemünden. Während das Kleinkind reanimiert wurde, landete der Rettungshubschrauber auf dem nahen Festplatz. Die Polizei brachte die Besatzung zur Unglücksstelle.

Die Nachricht vom Unglück habe man in Gemünden mit Bestürzung aufgenommen, erklärte Bürgermeister Frank Gleim der HNA. Auch er zeigte sich geschockt über das Unglück. Er habe sich die Unfallstelle, die am Erlebnispfad der Stadt liege, gestern noch einmal genauer angesehen, sagte er. In der Vergangenheit hatte es in Gemünden Beschwerden über eine mangelnde Einzäunung des Pfads gegeben.

Von Matthias Müller

Quelle: HNA

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