Zweiter Platz

Frankenauer feiern Riesenerfolg bei Jordanien-Rallye

Zweiter Platz: Das Team „Südheide“ mit Holger und Doris Kaufmann (Mittleres Paar) bei der Siegerehrung in der Festhalle des Hotels „Crown Plaza“ am Toten Meer in Amman (Jordanien). Die Trophäe erhielten sie aus den Händen des jordanischen Ministers für Fremdenverkehr. Foto: nh

Frankenau/Amman. Dieses Ergebnis hat das Frankenauer Ehepaar Kaufmann, das in den vergangenen drei Wochen an der Rallye Allgäu-Orient teilgenommen hat, nicht für möglich gehalten.

Mit ihrem sechsköpfigen Team „Südheide" belegten Doris und Holger Kaufmann am Ende der 7777-Kilometer langen Tour den zweiten Platz.

Und sie konnten ihr Glück bei der Siegerehrung im jordanischen Amman kaum fassen. Bei der Rallye nahmen 111 Teams aus der ganzen Welt teil.

„Als Zweiter durchs Ziel zu gehen, fühlt sich unglaublich gut an. Neben den vielen Erfahrungen, Abenteuern und Erlebnissen dürfen wir als Lohn für die Strapazen auch noch aufs Siegertreppchen", sagten die Zweitplatzierten

Nach drei Wochen auf mehr oder minder gut zu befahrenen Straßen hat das Team „Südheide“ mit dem Frankenauer Ehepaar Holger und Doris Kaufmann am Wochenende das Ziel Amman in Jordanien erreicht - und das mit einem grandiosen Endergebnis: Das Team wurde bei der Rallye Allgäu-Orient Zweiter. Dieser Erfolg, für den es bei der Wohltätigkeits-Rallye eine Trophäe gab, wurde gebührend gefeiert. Bei all dem Jubel blickten die Kaufmanns zudem auf die letzten Tage der Tour zurück.

Nach ihrer Fahrt durch die Türkei (HNA berichtete), hatten die Rallyefahrer am Pfingstwochenende ihre Autos auf eine Fähre verladen und nach Haifa in Israel geschickt. Die Teams selbst flogen mit dem Flugzeug nach Israel und umgingen so den Krisenherd Syrien. Die Rallye führte die Kaufmanns in Israel über Bethlehem nach Jerusalem und ans Tote Meer. „Dort schlugen wir ein Zeltlager unter freiem Himmeln auf“, berichten die Kaufmanns.

Am nächsten Morgen ging es vorbei an Plantagen voller Dattelpalmen und Weinbergen durch das Westjordanland nach Jordanien. „Nach unendlich lang erscheinenden Grenzkontrollen konnten wir in das Reich der Haschemiten einreisen und wurden dort auch wieder herzlich von der Bevölkerung empfangen.“

Es ging quer durch die Wüste in ein Nachtlager, das dicht an der syrischen Grenze lag.

„Am nächsten Morgen wachten wir durch dröhnende Dieselmotoren und quietschende Kettengeräusche auf. Die jordanische Armee hat sich mit schwerem Gerät in einem Halbkreis um uns aufgestellt“, berichten die Fahrer. „Natürlich schießen sofort Gerüchte ins Kraut, denn der Rallyefahrer an sich ist auch eine Tratschtante. Ist der jordanische König etwa um unser Wohlergehen besorgt und schirmt uns von der naheliegenden syrischen Grenze ab? Oder handelt es sich doch um ein Manöver, wie man ein Flüchtlingslager vor Angriffen des IS schützt, die direkt hinter der syrischen Grenze in Stellung liegen?“ Das war natürlich alles Quatsch, denn später stellte sich heraus, dass es wohl eine Sicherheitsmaßnahme zum Schutz der königlichen Familie war, die die Fahrer später noch besuchte.

Was die Kaufmanns zum Ende der Rallye sonst noch erlebten, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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