Pfarrerfamilie Wahl besuchte die Wüstenmetropole auf ihrer Reise nach Indien

Zwischenstopp in Dubai

Am Strand: Charlotte Wahl in Dubai mit Bruni, dem Botschafter der Kellerwaldschule, vor dem Burj al Arab, dem luxuriösesten Hotel der Welt.

Frankenau/Dubai/Indien.

Eines bleibt am Ende festzuhalten: Beim Shopping in Dubai kann man fast alles bekommen – nur keine Frankenauer Stracke und auch nicht den in der Kellerwaldstadt beliebten Bienenstich. Diese Eindrücke beschreibt die Pfarrerfamilie Wahl, die auf ihrer Reise nach Indien einen Zwischenstop in der Wüstenmetropole einlegte.

Dort trafen die Frankenauer auf Jens Heller. Seit 2008 lebt der in Bürgeln bei Marburg aufgewachsene Geistliche mit seiner Frau Silke und seinen drei Mädchen in Dubai. Von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover ist er entsendet, um eine eigenständige Deutsche Gemeinde zu in der Wüstenmetropole zu gründen.

„Es sind vor allem qualifizierte Techniker und Ingenieure, Kaufleute und viele Akademiker, die hier in Dubai für einige Zeit mit ihren Familien leben“, erzählt Pfarrer Jens Heller nach dem Gottesdienst. Dieses Kommen und Gehen macht die Aufgabe für den 36-Jährigen nicht leicht.

Feste ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen, das ist schwierig. „Auch eine eigene Kirche fehlt uns sehr, ein Gebäude, mit dem man sich identifizieren kann“, erzählt eine Kirchenvorsteherin aus Reddighausen.

Und dennoch ist es Heller gelungen, eine Gemeinde zu gründen, die sich wöchentlich zum Gottesdiensttrifft. Besonders beliebt sind Projektgottesdienste wie zuletzt beim Osterfeuer in der Wüste oder zu Pfingsten mit anderen Konfessionen in sechs Sprachen.

Dubai nennt sich selbst die „vertical city“: die vertikale Stadt. Alles schießt in die Höhe – himmelwärts. Erst vor wenigen Monaten ist der Burj al Khalifa eingeweiht worden: mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Ein Aufzug bringt den Besucher in 58 Sekunden in die Höhe. „Von der Aussichtsplattform in über 500 Metern Höhe fühlt man sich schon wie im Flugzeug und kann einen Blick über die ganze Stadt, das Meer und die Wüste genießen“, erzählt Johannes Wahl.

Mit dabei in Dubai war auch Bruni, das Maskottchen der Kellerwaldschule Frankenau. In den Sommerferien, beim Schüleraustausch und an Wochenenden wird die kleine Bärin an einzelne Schüler weitergegeben. Und dann dürfen diese mit Bruni später über die Erlebnisse vor allen Schulkindern berichten. Diesmal hat sie sich mit der neunjährigen Charlotte Wahl auf die Reise begeben – und offensichtlich hat es ihr in Dubai so gut gefallen, dass „die kleine Bärin einfach dageblieben ist“, schreibt die Famlie. „In der Taxizentrale, im Hotel – überall haben wir gesucht“, doch Bruni ist nicht wieder aufgetaucht, berichtet Henriette Quapp-Wahl. Das hat viele Tränen gekostet. „Vielleicht taucht Bruni ja wieder auf, dann nehmen wir das kleine Bärchen auf dem Rückweg wieder mit“, hofft Charlotte sehnsüchtig. (nh/mam)

Quelle: HNA

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