Großes Konzert zum 110-jährigen Bestehen des Frankenberger Männergesangvereins „Liedertafel“.

Zwölf Chöre und Musikgruppen in der Ederberglandhalle

Frankenberg - Von russischen Volksweisen bis zu spanischen Tanzliedern reichte der Melodienreigen beim großen Konzert zum 110-jährigen Bestehen des Frankenberger Männergesangvereins „Liedertafel“..

„Chorgesang ist multikulturell“, sagte der Vorsitzende Gerhard Cloodt am Samstagabend in der Ederberglandhalle. Zwölf Chöre und Musikgruppen gestalteten ein Gastchöre aus den Sängerkreisen Edertal und Oberes Edertal sowie dem Marburger Land zeigten ihr Können und die Weiterentwicklung der Chormusik.

Mit dem klassischen Männerchorsatz „Frisch gesungen“ eröffnete der Gastgeber unter der Leitung von Günter Retzlik das fast vierstündige Konzert - seit zwei Jahren bildet er eine Chorgemeinschaft mit dem gleichnamigen Schreufaer Männergesangverein. Im Anschluss besangen die 37 Aktiven der „Liedertafel“ den russischen Fluss Wolga. Der Vorsitzende des Frankenberger Traditionschores erinnerte an die Gründung des Vereins im Jahr 1902 und hob das Wirken des langjährigen Chorleiters Otto Schwieder hervor. „Generationen von Tenören und Bässen haben unter unserer Vereinsfahne ihre Stimmen erklingen lassen“, sagte Cloodt. Ziel des Vereins sei es, Freude zu haben und Freude zu geben. Die „Liedertafel“ habe mit ihrer internationalen Liedauswahl und den jährlichen Sängerfahrten europäisches Denken über die Musik verbreitet. Bürgermeister Rüdiger Heß knüpfte als Mitglied des internationalen Europeade-Komitees daran an und lud zum großen Folklorefestival 2013 in Gotha ein. „Sänger erhalten unser Kulturgut, die Chöre haben sich weiter entwickelt“, betonte der Rathauschef. Volkhardt Heimann war Chorleiter in den 1970er Jahren, er überreichte einen Glaspokal von den Sängerfreunden aus Wieblingen aus dem Jahr 1968 an Cloodt. Unter den Gästen am Samstagabend waren auch die ehemaligen Chorleiter Wilfried Jerrentrup und Willi Hof. Beim Aufmarsch der Gastchöre auf die Bühne stellte Moderator Günter Retzlik die Heimatgemeinden der Chöre mit einer kurzen Bilderschau auf der Leinwand vor. Alle Chöre sangen drei Lieder. Aus der direkten Nachbarschaft Bottendorf gastierten gleich zwei Konzertchöre: Der Männergesangverein unter der Leitung von Horst-Werner Bremmer begeisterte mit dem Titel „Männer mag man eben“. Der Frauenchor „Pro Musica“ sang „Hungriges Herz“, von Chorleiterin Marion Born am Klavier begleitet. „Weit, weit weg“, den beliebten Titel von Hubert von Goisern, trug der Allendorfer Männergesangverein „Liederkranz“ unter der Regie von Gerhard van Gelder vor. Chorleiter Werner Thiem begleitete den Allendorfer Frauenchor bei „Rot sind die Rosen“ mit der Gitarre. Großen Applaus erntete auch der von Karl-Heinz Wenzel dirigierte gemischte Chor aus Reddighausen für die festliche Melodie „Memory“. Nach der Pause und zum Abschluss des Konzerts unterhielt die Frankenberger Stadtkapelle unter der Leitung von Marius Schmidt mit Märschen und Polkas. Der Frankenberger Frauenchor „Harmonie“ trägt das Prädikat „Leistungschor“. 24 Frauen besangen mit „Lausche dem Frühling“ die Natur. In zwei Formationen trat der Mardorfer Männergesangverein mit Günter Retzlik am Taktstock auf. Der Männerchor sang „Mathilda“, der gemischte Chor „Asini“ bot den Schlager „Heimweh“ von Freddy Quinn. Stimmgewaltig und locker präsentierte sich die Chorgemeinschaft Altenlotheim/Frankenau mit dem Teil „Bei Nacht“. Einer der Höhepunkte des Abends war „Der Mann im Mond“, vorgetragen vom Rosenthaler Männergesangverein unter der Regie von Uwe Gerike.Nach fast vier Stunden sorgte der gastgebende Chor mit der irischen Volksweise „Es klingt ein Lied“ und dem „Sängermarsch“ für den Abschluss des Chorreigens. Die Stadtkapelle unterhielt die Besucher im Saal danach weiter mit Blasmusik.

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