Kassel

Ausstellung zeigt erstmals Kindermumien aus der Barockzeit

- Die Ausstellung „Mumien - Körper für die Ewigkeit“, die am 17. November in Kassel eröffnet wird, zeigt zum ersten Mal zwei konservierte Kinderleichen aus der Barockzeit. „Auf diese Objekte sind wir sehr stolz, weil sie erstmals öffentlich präsentiert werden."

Das sagte Sammlungsleiterin Ulrike Neurath-Sippel vom Kasseler Museum für Sepulkralkultur (Totenkult) am Freitag. „Sie zeigen, dass es auch in unserem Kulturkreis Mumien gibt.“ Die beiden Särge mit den gut erhaltenen Überresten eines zweijährigen Jungen und eines sechs Monate alten Mädchens stammen aus der Klosterkirche im sächsischen Riesa, wo sie im 17. Jahrhundert beigesetzt worden waren. Die Toten wurden nicht einbalsamiert, sondern mumifizierten durch die Kühle und Trockenheit in der Kirchengruft.

Die Schau ist eine Erweiterung der vielbeachteten Mumienausstellung, die die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim 2008 gezeigt hatten. Bis zum 18. April 2010 werden in den Kasseler Museen für Sepulkralkultur und Naturkunde insgesamt rund 45 menschliche und 25 tierische Mumien aus verschiedenen Zeiten und Kulturen ausgestellt. „Das geht von der Moorleiche bis zum Plastinat“, sagte der Leiter des Naturkundemuseums, Kai Füldner. Zu den neuen Exponaten gehören auch zwei altägyptische Mumien.

ddp

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