Filmkritik

Ballern mit Bruce Willis in „G.I. Joe – Die Abrechnung“

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Foto: Cool, cooler, Bruce Willis: Der Actionstar ballert sich durch „G.I. Joe – Die Abrechnung“.

Berlin - Er ist ein bis an die Zähne bewaffneter Charmebolzen: Der amerikanische Wrestler und Schauspieler Dwayne Johnson ist der neue Star der „G.I. Joe“-Serie. Aber auch Actionlegende Bruce Willis spielt in der Fortsetzung mit. Der Film läuft seit dem 28. März im Kino.

Actionstar Bruce Willis (58) lässt keine Schießerei aus. Seine harten Kämpfe und coolen Sprüche sind legendär. Deshalb wird er von jüngeren Actionkollegen immer wieder gern aus dem Filmruhestand geholt – zuletzt für „Stirb langsam 5“, „The Expendables“ und „R.E.D.“. Und auch im zweiten Teil der „G.I. Joe“-Story ist Willis dabei. Der größere Star des Actionkrachers ist aber eindeutig der Wrestler und Schauspieler Dwayne Johnson. Er spielt – mit enormen Muskelbergen, aber auch fast unwiderstehlichem Charme ausgestattet – den Truppen-Neuzugang Roadblock. Absolut durchschlagskräftig, besonders in 3-D.

Vier Jahre nach „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ bringt der kalifornische Regisseur Jon M. Chumit „G.I. Joe – Die Abrechnung“ eine Fortsetzung der Geschichte um die Elitesoldateneinheit auf die Leinwand. Die Abenteuer der Truppe um Roadblock (Dwayne Johnson), Captain Duke Hauser (Channing Tatum) und Flint (D.J. Cotrona) sind inspiriert von einer Spielzeugserie: den vor allem in den USA beliebten „G.I. Joe“-Actionfiguren.

Leider sind die Cobra-Gangster aus dem ersten Teil immer noch nicht gänzlich zur Strecke gebracht. Im Gegenteil: Durch einen furchterregenden Coup hat sich die Cobra im Weißen Haus breitgemacht und dort ein Präsidentendouble installiert. Das Ziel von Cobra-Anführer Zartan (Arnold Vosloo) ist natürlich nichts Geringeres als die Herrschaft über die ganze Welt. Harter Stoff. Prompt geraten die G.I. Joes in eine Sprengstofffalle ihrer Gegner, zahlreiche Superhelden sterben. Jetzt muss Bruce Willis ran, der den G.I.-Joe-Gründer General Colton spielt. Ebenso hübsche wie schlagkräftige Verstärkung gibt es außerdem von Lady Jaye (Adrianne Palicki).

„G.I. Joe – Die Abrechnung“ will mehr sein als pures Actionspektakel und bemüht sich deshalb um eine halbwegs schlüssige Handlung und Figurenzeichnung. Aber letztlich geht es doch wieder nur um das große Geballer – und das kann die G.I.-Joe-Truppe wirklich beeindruckend gut. Da gibt es irre aufgerüstete Panzer, Minidrohnen in Fliegenform und mit vernichtender Wirkung, ein komplettes Waffenlager in der Küche von General Colton, gefährliche Schwertkämpfe, Maschinengewehrschlachten und ein gruseliges, technisch aber höchst innovatives Gefängnis mit dem deutschen Namen „Einsargen“.

Der erste „G.I. Joe“-Teil spielte weltweit mehr als 300 Millionen US-Dollar ein. Auf kritische Geister könnte Teil zwei wie ein unterschwelliger Werbefilm der US-Armee wirken, die sich neue Helden für ein kriegsmüdes Land wünscht. Für hartgesottene Actionliebhaber ist „G.I. Joe – Die Abrechnung“ genau die richtige Dröhnung – sozusagen ein faszinierend lebendig gewordenes Computerspiel.

dpa

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