Actionkomödie

„Cop Out“: Bruce Willis als New Yorker Polizist

- Bruce Willis wird erst suspendiert und dann zum Helden: Am Donnerstag ist die Actionkomödie „Cop Out“ in den deutschen Kinos gestartet.

Es überrascht, dass ausgerechnet ­Kevin Smith verpflichtet wurde, mit „Cop Out“ ein klassisches Buddy-Movie zu inszenieren. Schließlich sind Smiths Markenzeichen Komödien mit prachtvollen und meist bekifften Rumhänger-Typen – Filme wie „Clerks“ oder zuletzt „Zack & Miri Make a Porno“, die er nach eigenem Skript gedreht und bei denen der heute 39-Jährige oft als Silent Bob mitgespielt hat. Trotz des „schweigenden Bobs“ wird in diesen Filmen viel und meist sinnfrei gequasselt und aus Kinovorbildern zitiert. Andererseits, so groß ist die Neuerung dann doch nicht: All das findet sich auch in „Cop Out“, einer Actionkomödie, die den Gesetzen von Filmen wie „Nur 48 Stunden“, „Bad Boys“ oder der „Lethal Weapon“-Reihe folgt.

Im Mittelpunkt des überdreht komödiantischen Geschehens steht auch hier ein ungleiches Polizistenduo: Jimmy (Bruce Willis) ist der ruhige, ja, coole Typ, Paul sein hibbeliger Partner, den der schwarze Nachwuchs-Comedystar Tracy Morgan (bekannt aus der netten TV-Serie „30 Rock“) verkörpert. Beide werden einen Monat lang vom Dienst suspendiert, weil ihr letzter Einsatz so sehr schiefgelaufen ist, dass es davon ein unfreiwillig komisches Filmchen bei YouTube gibt. Suspendiert heißt aber auch: Die beiden bekommen einen Monat lang kein Gehalt. Und damit hat Jimmy ein Problem.

Seine Tochter will groß heiraten. Und er möchte die Feier gern bezahlen. Notgedrungen beschließt er, eine alte Baseballkarte zu verkaufen, die einen hohen Sammlerwert besitzt. Doch leider wird sie ihm bei einem Überfall gestohlen. Und nun versucht Jimmy, sie zurückzubekommen. Dabei mischen er und sein Partner eine komplette Gang mexikanischer Drogenhändler auf – und das ist nur eine von zahlreichen „Heldentaten“.

Doch im Grunde ist die ziemlich wirre Handlung egal – wohl auch dem Regisseur. In erster Linie geht es um Gags und Situationskomik. Wobei Bruce Willis („Surrogates“) zum Glück nicht herumkaspert, sondern seinen Part gelassen und mit entsprechend smarten Sprüchen spielt. Das genaue Gegenteil ist der hypernervöse Tracy Morgan. Gut ergänzt werden die beiden durch Seann William Scott („American Pie“), der witzig einen Einbrecher gibt und dem die lustigsten Szenen gehören. Doch entpuppen sich zu viele Scherze als Rohrkrepierer. Nur die guten Akteure retten diese Komödie noch halbwegs.

Dein Freund und Chaot: Überdrehte Polizeikomödie. Cinemaxx Raschplatz, CineStar.

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