Einsatz für "Frieden und Menschlichkeit"

Deutscher Medienpreis für George Clooney

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Foto: "Wenige Weltstars trauen sich, so klar Position zu beziehen": George Clooney.

Baden-Baden - Der amerikanische Schauspieler George Clooney ist am Dienstag in Baden-Baden mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet worden. Der 51 Jahre alte Oscar-Preisträger nahm die Auszeichnung für sein politisches Engagement entgegen - als "Ikone der Filmbranche" und Aktivist für Menschenrechte und Frieden.

Clooney bedankte sich mit einer so nachdenklichen wie humorvollen Rede: "Mein Ziel ist es, an den Dingen weiterzuarbeiten, die mich interessieren." Er nutze seine Bekanntheit, um in Bedrängnis geratenen Menschen zu helfen. "Ich habe das Glück zu verstehen, dass ich nur eine gewisse Zeit im Scheinwerferlicht stehe." Diese Zeit wolle er nutzen. "Solange das Auto fährt, fahre ich es schnell."

In der Laudatio würdige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Clooney für seinen Mut. "Wenige Weltstars trauen sich, so klar Position zu beziehen." Besonders hob sie sein Engagement für die Menschen in der Krisenregion Darfur im Sudan hervor, wo er sich seit vielen Jahren für ein Ende des Mordens und für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzt. Clooney mache Dinge ganz oder gar nicht, sagte die Ministerin. Er setze sich dem Leid der Menschen aus, nutze seine Kontakte bis ganz nach oben und nehme eigenes Geld in die Hand, um den Menschen zu helfen. "So kann niemand mehr sagen, er habe von nichts gewusst." Es sei sein Verdienst, dass die Welt weiter auf Darfur schaue und ein Friedensprozess in Gang gekommen sei. "Die Menschlichkeit hat durch Sie gewonnen."

Clooney zeichne seine Besessenheit aus, immer alles zu geben, sagte Preisstifter Karlheinz Kögel, Gründer des Unternehmens Media Control, in seiner Rede. Clooney sei ein "reflektierender Leuchtturm", der das auf ihn gerichtete Licht zurückrichte auf die Menschen, die im Dunkeln und vergessen sind. Clooney hatte in Darfur für die Einhaltung der Menschenrechte dort demonstriert und war selbst mehrfach in die Region gereist. Im vergangenen März war er bei einer lautstarken Protestaktion vor der sudanesischen Botschaft in Washington zusammen mit seinem Vater vorübergehend festgenommen worden.

Gemeinsam mit Brad Pitt und anderen prominenten Kollegen ist er Gründer der Organisation "Not on Our Watch" und finanzierte eine Satellitenanlage, mit der im Internet seitdem die Ereignisse in Darfur beobachtet werden können. Zu Gast bei der Verleihung waren unter anderem Schauspielerin Veronica Ferres, Gewichtheber Matthias Steiner, die Moderatoren Günther Jauch, Kai Pflaume und Thomas Gottschalk. Die 16-jährige Sängerin Birdy sang ihren Welthit "People Help The People" - und widmete ihn dem Friedensbotschafter Clooney.

Im vergangenen Jahr hatte Kögel vier Friedensstifter ausgezeichnet, darunter den Arzt Denis Mukwege, der Bürgerkriegsopfer im Kongo betreut. Davor hatten ihn unter anderem politische Schwergewichte wie Bill Clinton, Nelson Mandela und Angela Merkel erhalten sowie der Dalai Lama und "Überflieger" Sir Richard Branson.

dpa

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