Spaß oder Übelkeit

Experten empfehlen wegen Nebenwirkungen TÜV für 3D-Filme

- Deutsche Filmfachleute haben wegen möglicher Nebenwirkungen eine Art TÜV für 3D-Produktionen empfohlen. Neben Übelkeit könnten die Streifen auch Kopfschmerzen verursachen, so die Experten.

Deutsche Filmfachleute haben eine Art TÜV für 3D-Produktionen empfohlen. „Der Grad zwischen Spaß haben und Übelkeit ist bei 3D sehr schmal“, sagte Alexander Schaefer, Leiter einer Expertengruppe beim “3D-Innovationsforum“, am Freitag in Halle. Vorstellbar sei, dass die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) künftig darauf achtet, dass die 3D-Filme technisch in Ordnung sind. Neben Übelkeit könnten die Streifen auch Kopfschmerzen verursachen.

Das vom Bundesforschungsministerium geförderte “3D-Innovationsforum“ wurde vor einigen Monaten in Halle gegründet. Es ist ein Zusammenschluss deutscher Filmproduzenten, Werbemacher und Medienwissenschaftler. Die Filmproduktionslandschaft in Deutschland müsse auf die neue Technologie ausgerichtet werden, sagte der Münchner Regisseur Josef Kluger, der seit zehn Jahren dreidimensionale Beiträge vor allem für Messen produziert. „Die Produktion eines 3D-Films ist 10 bis 35 Prozent teurer als die eines 2D-Films, aber die Zusatzinvestition lohnt sich“, sagte er. „Der richtige 3D-Hype kommt erst noch, wenn passende Displays und TV- Geräte auf den Markt kommen.“

dpa

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