69. Filmfestspiele Venedig

Filmfestspiele starten mit starkem Auftritt

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Foto: Der russische Schauspieler Dejan Lilic und die deutsche Schauspielerin Franziska Petri bei den 69. Filmfestspielen in Venedig.

Venedig - Mit einem starken Auftritt der deutschen Schauspielerin Franziska Petri ist am Donnerstag der Wettbewerb der 69. Filmfestspiele Venedig gestartet. Petri (39) spielt in „Betrayal“ des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikow eine der Hauptrollen.

Sie verkörpert eine Ehefrau, die von ihrem Mann betrogen wird. Eine der größten Herausforderung für Petri war dabei, den Film auf Russisch zu drehen, wie sie im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa verriet. „Betrayal“ ist einer von 18 Filmen, die beim Festival um den Goldenen Löwen konkurrieren.

„Ich habe das auf Russisch gedreht - ich habe nicht gedacht, dass ich das kann“, sagte Petri. Sie habe erst zwei Wochen vor Drehbeginn die fertige Drehbuchfassung bekommen und konnte erst dann anfangen, sich richtig vorzubereiten. „Ich habe mir das russische Drehbuch einlesen lassen und auf meinen iPod getan.“ Das habe sie sich dann immerzu angehört. Außerdem habe sie einen russischen Sprachtrainer gehabt. „Das war ganz, ganz harte Arbeit.“

Zu der Zusammenarbeit mit Serebrennikow sei es nur zufällig gekommen: Auf dem First Step Award, dem Nachwuchsfilmpreis, sei sie im vergangenen Jahr von einer russischen Casterin gesehen worden. Sie habe dann eine Einladung bekommen, Serebrennikow zu treffen, der gerade ebenfalls in Berlin war.

Serebrennikow (42) ist das erste Mal im Venedig-Wettbewerb. In „Betrayal“ erzählt er von einem Mann und einer Frau (Petri), die herausfinden, dass ihre jeweiligen Lebensgefährten miteinander eine Affäre haben. Petri überzeugt als verunsicherte und verletzte Frau, die mit der Zeit wieder zu sich findet.

Für den Franzosen Xavier Giannoli (Chanson d’amour) ist es ebenfalls eine Premiere im Wettbewerb auf dem Lido. In seiner Gesellschafts- und Mediensatire „Superstar“ spielt Kad Merad, der durch die erfolgreiche Komödie „Willkommen bei den Sch’tis“ auch bei uns bekannt wurde, der unscheinbaren Arbeiter Martin Kazinski. Der wird über Nacht ein Star - ohne ersichtlichen Grund. Ständig wird er von Fans und Paparazzi belagert, nie in Ruhe gelassen. Ein Alptraum für Martin, der sich nichts mehr wünscht, als endlich wieder sein altes Leben zurück zu haben. Hilfe bekommt er scheinbar nur von einer TV-Produzentin, die von Cécile De France gespielt wird.

dpa/sag

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