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Mit Garfield zum Star - Jim Davies feiert Geburtstag

- Seit über 30 Jahren ein unzertrennliches Paar: Mit dem faulsten Kater der Welt wurde Jim Davies berühmt - am Mittwoch feiert der Comic-Zeichner seinen 65. Geburtstag. Mit Garfield verbindet ihn mehr als nur eine Erfindung.

Der dicke Kater Garfield und sein Erfinder haben einiges gemeinsam. Beide lieben Lasagne und verabscheuen Joggen. Seit über 30 Jahren sind sie ein unzertrennliches Paar. Jim Davis war 32 Jahre jung, als seine Zeichenerfindung am 19. Juni 1978 zum ersten Mal seine weißen Zähne in einem Zeitungs-Comicstreifen bleckte. Am Mittwoch (28. Juli) feiert der Cartoonist seinen 65. Geburtstag.

Garfield, so faul und griesgrämig wie eh und je, bringt inzwischen 263 Millionen Leser von über 2600 Zeitungen zum Schmunzeln. Er hat es bis in die Seiten des Guinness Buches der Rekorde geschafft. Davis’ gezeichnete Katzenphilosophien zählen zu den weltweit meist verbreiteten Comics.

Das erste Buch zeichnete 1980 bereits den Weg vor, den der dicke Kater mit dem zotteligen Schwanz nehmen sollte: „Garfield at Large“ (deutscher Titel: Garfield legt los) gab der Titel vor. Bis heute sind international mehr als 130 Millionen Bücher in 26 Sprachen verkauft worden. Natürlich hat es der TV-süchtige Garfield auch selbst zum Fernsehstar geschafft: „Here comes Garfield“ (Hier kommt Garfield) wurde 1982 ausgestrahlt, zwischen 1988 und 1995 lief „Garfield & Friends“ in mehr als 120 Folgen.

Thomas Gottschalk verlieh Garfield beim ersten Kinoauftritt 2004 seine Stimme. Der orangefarbene „Garfield“-Kater wurde im Computer erzeugt, Breckin Meyer spielt sein trotteliges Herrchen Jon Arbuckle, Jennifer Love Hewitt eine hübsche Tierärztin. „Garfield 2“ kam 2006 in die Kinos.

Davis hat sich die Katervorlage im elterlichen Haus besorgt: Auf einer kleinen Rinderfarm im US-Staat Indiana war er mit zahllosen Katzen aufgewachsen. Weil er als Kind an Asthma litt, verbrachte er notgedrungen viel Zeit im Haus und entdeckte seine Liebe zum Zeichnen. Später studierte er Kunst und arbeitete in einer Werbeagentur, bevor er 1969 einem Comic-Zeichner als Assistent zur Seite stand.

Ein Käfer mit dem Namen Gnorm Gnat war seine erste eigene Figur, die den Weg in die Zeitung fand. Dann wurde Kater Garfield geboren, den Davis nach seinem Großvater James Garfield Davis benannte. Später gründete der Zeichner das Unternehmen Paws, in dem sich Dutzende Mitarbeiter allein um Garfields Wohl kümmern. Ihre Philosophie: „Wenn wir für den Kater sorgen, wird der Kater auch für uns sorgen.“

Davis’ Erfolgsrezept ist simpel: Witz und Humor Garfields sollten allgemein bleiben, damit sich jeder wiedererkennen kann. Die Komik dreht sich also vor allem ums Essen und ums Schlafen. Soziales oder Politisches kommt ihm nicht über die Lippen.

Kritik an seiner Körperfülle weist Garfield prompt zurück. „Ich habe die perfekte Figur für mein Gewicht“, pflegt er zu argumentieren. Und sein Schöpfer Jim Davis erklärt: „Garfield ist ein Mensch im Katzenfell.“ Menschen hätten ein schlechtes Gewissen, weil sie dick seien, gerne länger schliefen und keinen Sport trieben. „Garfield sagt uns „Gut so! Nimm noch einen Nachtisch, schlaf weiter, warum soll man sich anstrengen?“.

dpa

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