Erste Frau an Spitze

Jeanine Meerapfel ist neue Akademie-Präsidentin

Foto: Jeanine Meerapfel, neue Präsidentin der Berliner Akademie der Künste.
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Foto: Jeanine Meerapfel, neue Präsidentin der Berliner Akademie der Künste.

Berlin - Mit einem Frauenanteil von nur 22 Prozent ist die Berliner Akademie der Künste immer noch ein Männerverein. Jetzt übernimmt erstmals ein Frauenduo das Ruder.

Die Filmemacherin Jeanine Meerapfel führt als erste Frau seit mehr als 300 Jahren dieBerliner Akademie der Künste. Die 71-jährige Deutsch-Argentinierin wurde am Samstag bei der Mitgliederversammlung in Berlin zurNachfolgerin des langjährigen PräsidentenKlaus Staeck(77) gewählt, wie die Akademie mitteilte. Vizepräsidentinwurde die 43 Jahre alte SchriftstellerinKathrin Röggla("wir schlafen nicht").

Der Plakatkünstler Staeck und seine Stellvertreterin Nele Hertling (81) durftenlaut Satzung nach drei Amtszeiten nicht erneut antreten. Die neue Präsidentin Meerapfel gehört seit 1998 der renommierten Künstlergemeinschaft an, seit drei Jahren warsie stellvertretende Direktorin im Bereich Film- und Medienkunst. Bekannt wurde sie mit Filmen wie "Malou", "Annas Sommer" und "Der Deutsche Freund".

Die 1696 gegründete Akademie hat die Aufgabe, die Künste zu fördern und die Politik in kulturpolitischen Fragen zu beraten. Nach dem spektakulären Rücktritt des früheren PräsidentenAdolf Muschghatte Staeck der Institution seit 2006 wieder Profil verliehen.

Bei der Mitgliederversammlung sollten am Samstag auch die anderen zwölf Posten im führenden Senat neu besetzt werden. AmAbend war eine Gedenkfeier für den verstorbenen SchriftstellerGünter Grassgeplant, der von 1983 bis 1986 an der Spitze der Akademie stand.

dpa

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