US-Kinocharts

„Kick-Ass“ doch vor „Drachenzähmen leicht gemacht“

- Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche hat die amerikanischen Kinobranche ihre Hitliste korrigieren müssen. Die Comic-Verfilmung „Kick-Ass“ hat am Wochenende doch am meisten Besucher angelockt, meldete der „Hollywood Reporter“ am Montag.

Mit 19,8 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) lag der Neuling damit um gerade einmal 200.000 Dollar vor dem Film „Drachenzähmen leicht gemacht“, der 24 Stunden als Nummer 1 gesehen worden war. Während Lionsgate mit seiner Schätzung genau richtig lag mussten die Paramount-Studios ihre Prognose von 20 auf 19,6 Millionen Dollar senken.

Der Unterschied ist gering, entschied aber über Platz 1 und 2. Das gleiche war am vergangenen Wochenende geschehen. Da hatte erst „Date Night“ vor dem „Kampf der Titanen“ gelegen, letztlich hatte sich das Fantasyspektakel aber doch noch nach vorn geschoben. In der Regel sind die Prognosen sehr zuverlässig. Fehler kommen zwar vor, aber Beobachter konnten sich nicht erinnern, dass zweimal hintereinander die Platzierung durcheinandergewirbelt wurde.

„Kick-Ass“ hatte in den USA gute, wenn auch keine begeisterten Kritiken bekommen. Der Streifen über einen Jungen ohne Superkräfte, der dennoch ein Superheld sein möchte, wurde von mehreren Enthusiasten finanziert, unter ihnen Brad Pitt. Der 3-D-Trickfilm über die drachenbezähmenden Wikinger hatte an seinem Wochenende selbst die Spitze erobert, war dann aber zwei Wochenenden auf dritten Platz. Der neue Gipfelsturm hatte überrascht, auch die Rückeroberung zumindest eines Platzes gilt aber als respektabel. Insgesamt spülte er damit in gut drei Wochen in den USA und Kanada 158 Millionen Dollar in die Kassen.

„Date Night - Gangster für eine Nacht“, die rasante Komödie mit Tina Fey und Steve Carell, schaffte es diesmal nur auf dem dritten Platz nach einem zweiten an ihrem Startwochenende. Immerhin 17,3 Millionen Dollar war den Kinogängern der Spaß um das nette Ehepaar wert, das mit einem Gangsterpärchen verwechselt wird und durch eine gefährliche Nacht stolpert. Damit hat der Film in seinen ersten zehn Tagen beachtliche 49,2 Millionen Dollar eingespielt.

Nur drei Jahre nach „Sterben für Anfänger“ ist am Wochenende das US-Remake der britischen Komödie gestartet. Doch „Death at a Funeral“ enttäuschte, nur 17 Millionen Dollar wollten die Kinogänger zahlen, um Chris Rock, Martin Lawrence, Luke Wilson, Tracy Morgan und Danny Glover zu sehen. Noch geringer war die Begeisterung für das 3-D-Spektakel „Kampf der Titanen“, für das nur 15,7 Millionen Dollar in die Kassen flossen. Das Remake des Films von 1981 schaffte es nur noch auf Platz 5. Vor einer Woche hatte der Film von Louis Leterrier noch die Hitliste angeführt.

dpa

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