Eingeschränktes Sponsoring

Die Krombacher-Insel vor dem „Tatort“ verschwindet

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Die Krombacher-Insel: 570-mal war sie im Vorspann des sonntäglichen „Tatorts“ zu sehen.

Hamburg - Ein Sonntagabendritual verschwindet: Die Krombacher-Insel ist am 30. Dezember zum letzten Mal zwischen „Tagesschau“ und „Tatort“ im Ersten zu sehen. Nach 570 Folgen der Krimireihe, die von der Brauerei präsentiert wurden, muss Krombacher wegen einer Änderung des Rundfunkstaatsvertrags das Sponsoring aufgeben.

Das neue Gesetzeswerk normiert ab dem 1. Januar für ARD und ZDF ein weitgehendes Verbot des Programmsponsorings nach 20 Uhr sowie an Sonntagen und bundesweiten Feiertagen.

Ziel des Gesetzgebers war es, die Regelungen für Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Fernsehen anzugleichen. Von dem Sponsoringverbot gibt es allerdings Ausnahmen für bestimmte Sportübertragungen. Dazu gehören die Olympischen Spiele, Partien mit deutscher Beteiligung sowie Eröffnungsspiel, Halbfinalspiele und Endspiel bei Welt- und Europameisterschaften im Fußball, die Halbfinals und das Endspiel im DFB-Pokal, sämtliche Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Endspiele der europäischen Fußball-Vereinswettbewerbe mit deutscher Beteiligung. Das Sponsoringverbot gilt nur für das Sponsoring der Sendung selbst. Sponsorhinweise bei der Veranstaltung, die im Bild erscheinen, sind weiter zulässig.

Die im siegerländischen Kreuztal ansässige Krombacher Brauerei war im März 1995 bei der „Tatort“-Folge 306 als Sponsor eingestiegen. Mit der BR-Folge „Der tiefe Schlaf“ endet an diesem Sonntag die Zusammenarbeit. Es sei zu einer „erfolgreichen Symbiose“ gekommen, sagte Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing der Krombacher Brauerei in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung. „Von daher bedauern wir es sehr, dass diese Kooperation nun endet.“

dpa

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