Netflix prüft Fall

Plattenfirma will Start von Netflix-Serie „Skylines“ verhindern

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Gespräch vor der Frankfurter Skyline: Sahin Eryilmaz und Murathan Muslu.  

Die in Frankfurt gedrehte Serie „Skylines“ soll bald auf Netflix starten. Der Sende-Start könnte nun jedoch verhindert werden. Ein Produzent ist sauer.

Update vom Freitag, 13.09.2019, 19:30 Uhr: Zwei Wochen vor der geplanten Ausstrahlung der in Frankfurt gedrehten Netflix-Serie Skylines gibt es Ärger. Der Frankfurter Rapper Jan Lehmann alias „Cousin JMF“ hat eine Unterlassungserklärung gegenüber Netflix eingereicht. Er will die Ausstrahlung verhindern. 

Geschichte basiert laut Anwalt des Rappers auf dem Leben des Mandanten

Ein Vorwurf: Verstoß gegen Markenrechte. Das in der Serie fiktive Label Skyline Records gibt es nämlich wirklich. Wie Lehmann gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte, sei er der Markeninhaber der Namen „Skyline Records“ und „Skylines“. Gegenüber der FAZ sagte zudem der Anwalt des Rappers, die Geschichte basiere in Wahrheit auf dem Leben seines Mandanten. 

Netflix lässt Fall nun prüfen

Netflix bestätigte gegenüber der FR, den Fall zu prüfen. Die Crime-Drama-Serie handelt von der Hip-Hop-, Drogen- und Immobilienszene.

Update vom Freitag, 13.09.2019, 11:00 Uhr: Am 27. September 2019 soll die in Frankfurt gedrehte Serie "Skylines" bei der Streaming-Plattform "Netflix" starten, doch nun gibt es Probleme. Denn die fiktive Plattenfirma "Skyline Records", bei der der Künstler in der Serie einen Vertrag unterschreibt, gibt es offenbar wirklich, und zwar auch noch in Frankfurt. Bemerkt wurde das vor der Produktion wohl nicht.

Wie Bild.de berichtet will der Produzent und Inhaber des Labels, Jan Lehmann, nun rechtlich gegen den Streamingdienst vorgehen und Unterlassungsansprüche durchsetzen. Denn er ist Markeninhaber der Namen "Skyline Records" und "Skylines". Damit könnte er den Serienstart verhindern. 

In Frankfurt gedrehte Netflix-Serie "Skylines" - Label will Sendestart verhindern

Dass Lehmann erst kurz vor Sendestart auf das Thema aufmerksam wurde, ist einem längeren Urlaub geschuldet. „Ich war länger in Südafrika, habe gar nicht mitbekommen, dass die Serie produziert wird. Das Ganze verärgert mich. Netflix hätte vor der Produktion im Internet suchen können, dann hätten sie meine Firma entdeckt. Wenn Netflix eine Story aus dem Milieu gebraucht hätte, hätten sie mich einfach fragen können. Da wären wir schon zusammengekommen", sagte Lehmann Bild.de. Die Unterlassungsforderung soll schon an Netflix gegangen sein, bislang gab es noch keine Rückmeldung.

Frankfurt: "Skylines"-Stars auf dem roten Teppich am Henninger Turm

Update vom Dienstag, 10.09.2019, 13.47 Uhr: Roter Teppich mit Netflix-Helden am Henninger Turm: Am Freitag, 27.09.2019, startet die erste Staffel der in Frankfurt gedrehten Netflix-Serie „Skylines“. Zwei Tage vorher (Mittwoch, 25.09.2019) reist die mit Stars und Sternchen gespickte Cast an, um zu feiern. Und ja, man kann am roten Teppich ab 19 Uhr in Sachsenhausen begeistert losschreien und mit ihnen Selfies machen. 

Angekündigt sind Hauptdarsteller Edin Hasanovic, Murathan Muslu, Peri Baumeister, Erdal Yildiz, Richy Müller, Anna Herrmann, Sahin Eryilmaz sowie Showrunner Dennis Schanz. Aber auch die deutschen Rap-Größen wie Olexesh, Celo & Abdi, Azzi Memo und Nimo, die in der Serie mitspielen, werden am Hainer Weg 72 am Start sein. Die Crime-Drama-Serie handelt von der HipHop-, Drogen- und Immobilienszene. P.S. Leider ist die anschließende Party nicht öffentlich.

Frankfurt als Kulisse für Netflix-Serie „Skylines“

Frankfurt - Drogen, Immobilien - und HipHop: Frankfurt bildet die Kulisse für die neue Netflix-Serie „Skylines“. Es ist die erste Serie des Streaming-Diensts, die in Frankfurt spielt und gedreht wurde. Ab 27. September wird sie ausgestrahlt - und vermutlich werden sich ziemlich viele Menschen ihr ganz eigenes Bild von der Main-Metropole machen, denn Netflix hat mehr als 139 Millionen Abonnenten weltweit. 

Im Mittelpunkt der Serie steht der junge, talentierte Hip-Hop-Produzent Jinn (Edin Hasanovic). Er erhält die Chance seines Lebens, als er bei dem renommierten Frankfurter Label „Skyline Records“ einen Vertrag unterschreibt. Doch die Dinge laufen anders: Der kriminelle Bruder des Labelchefs taucht auf und fordert seinen Anteil. Schon bald übernehmen Gangster das Unternehmen - die Polizei beginnt zu ermitteln.  

„Skylines“: Frankfurt als Symbol für „geldorientierte Gesellschaft“

In sechs Episoden von jeweils 50 Minuten Länge geht es durch die (fiktive) Rap- und Drogenszene der Stadt. Frankfurt stehe als Symbol für eine geldorientierte Gesellschaft, sagen die Macher der Serie. „Arm und Reich treffen nirgends so krass aufeinander in Deutschland.“ 

An 45 Tagen wurde in Frankfurt gedreht, die Szenen spielen am Frankfurter Osthafen, in der Innenstadt, im Bahnhofsviertel, aber auch im Westend. Aber auch in Locations wie größeren Hotels oder dem Tanzhaus West war die Crew unterwegs. Dazu kommen noch Aufnahmen im Offenbacher Einkaufszentrum und in einer Wiesbadener Villa.

Netflix setzt bei „Skylines“ auf bekannte Rapper 

Vor der Kamera standen dabei auch Rapper wie Azad, MC Bogy, Nura, Nimo und Olexesh* - Menschen, die sich in der deutschen Rapszene tatsächlich bestens auskennen und der Serie so zu mehr Authentizität verhelfen sollen. Der Produzent Dennis Schanz hört Hip-Hop, seit er denken kann. „Oft bleibt man aber bei Hip-Hop-Serien oder Filmen unbefriedigt zurück“, sagt er. „Da kann man viel falsch machen, und das wollte ich vermeiden.“ Er habe sich deshalb sofort darum gekümmert, sich „an die Besten zu wenden“.

Überhaupt wird Frankfurt als Drehort für Filme immer beliebter*: Wolkenkratzer, Banken, Fluss, Brücken, Hafen, Rotlichtviertel, Bahnhof, Flughafen und dörfliches Idyll hat die Stadt der Filmindustrie zu bieten. So ist nicht nur Netflix zu Gast.

Von Ulrich Weih und Kathrin Rosendorff

*fr.de und fnp.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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