Chris Norman im Capitol

Die Nostalgie dominiert

+
Foto: Mit Chris Norman kann es durchaus Spaß machen, gestrig zu sein. Sogar ewig.

Hannover - Er kann es noch: Chris Norman begeistert 1000 Fans im Capitol mit Smokie-Sound und melodieseligen Refrainchören. Die "Who the fuck is"-Ergänzung aus dem Saal bei "Living next door to Alice", ignoriert er freundlich.

Wenn man so viele Hits hat wie Chris Norman, kann man es aushalten als Musiker. Norman hat den Radiohörern und Plattenkäufern in den Siebzigerjahren mit seiner Band Smokie so viele Ohrwürmer ins Hirn gepflanzt, dass er damit heute noch spielend ein ganzes Konzert bestreiten könnte. Und mal ehrlich: Wenn es nach den mehr als 1000 Fans im hannoverschen Capitol geht, würden sie auch zwei Stunden im Smokie-Sound baden.

Doch der Brite macht es ein bisschen spannender. Sagen wir, er streut gelegentlich neuere Songs oder Coverversionen ein. Aber der Abend wird doch klar dominiert von der Nostalgie. Smokie-Songs waren geprägt von Normans heiser-kratzigen Stimme und melodieseligen Refrainchören. Das kann er mit seiner Band immer noch beeindruckend reproduzieren, und er tut das auch: "Lay back in the arms of someone", "Oh Carol", "Needles and Pins", "Wild wild angels" und natürlich "Living next door to Alice", bei dem er die "Who the fuck is"-Ergänzung aus dem Saal freundlich ignoriert.

Zwischendurch gibt's mal "Hey Jude" oder "Chasing cars" von Snow Patrol. Am Ende spielt die Band sogar Fifties-Rockabilly. Der gut zweistündige Abend zeigt: Es kann durchaus Spaß machen, gestrig zu sein. Sogar ewig. Chris Norman darf gern wiederkommen. in Hannover ist ihm seine Fanschar gewiss.

3172376

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare