Filmkritik

Showdown in der Wüste im Agententhriller „Killer Elite“

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Foto: Profikiller Danny Bryce muss noch mal in den Einsatz.

- Ein Killer mit Burn-out? Nein, das gab es damals noch nicht. Und so begibt sich Profikiller Danny Bryce Anfang der achtziger Jahre nach einem für ihn schrecklich verlaufenen Job nicht in psychiatrische Behandlung, sondern zieht sich in die Einsamkeit Australiens mannhaft zurück.

Zwar ist er völlig ausgebrannt, fürchterlich frustriert, aber immerhin hat er mit Anne (Yvonne Strahovski) eine hübsche Freundin. Doch in Actionfilmen ist ein vorzeitiger Ruhestand bekanntlich nie von Dauer, wäre ja auch zu langweilig. Und außerdem wird dieser Typ in dem Agententhriller „Killer Elite“ von Jason Statham verkörpert. Wer diesen Schauspieler kennt, weiß, was ihn dann im Kino erwartet: meist handgemachte knallharte Action mit coolen Machosprüchen. So auch in diesem Film.

Um Danny zu erpressen und ihn als Killer zu reaktivieren, wird sein alter Mentor Hunter (Robert De Niro) von einem alten Scheich im arabischen Oman festgesetzt. Für seine Freilassung fordert der todkranke Araber den Kopf von drei ehemaligen Kämpfern der britischen Spezialeinheiten SAS, die bei geheimen kriegerischen Auseinandersetzungen drei seiner Söhne getötet haben. Und die Mordanschläge sollen zudem wie Unfälle aussehen. Danny willigt ein. Doch dabei stößt er auf einen mächtigen Gegenspieler, Spike (Clive Owen mit echtem Achtziger-Jahre-Killer-Schnauzer), ein ehemaliger britischer Agent, der die todgeweihten SAS-Männer schützen soll. Es beginnt ein feuriges Katz-und-Maus-Spiel, das schließlich in einem spannenden Showdown mitten in der Wüste endet.

Die Geschichte klingt ziemlich haarsträubend, basiert aber auf dem angeblich autobiografischen Enthüllungs­roman „The Feather Men“ von Ranulph Fiennes. Ein Buch, das bei seinem Erscheinen Anfang der Neunziger in Großbritannien viel Staub aufgewirbelt hat, weil es Englands Rolle bei nicht legalen Militäraktionen in Oman schildert. Dass es trotz des brisanten Inhalts erst heute verfilmt wird, wundert schon ein bisschen. Die Regie hat der Ire Gary McKendry übernommen, der bei seinem Kinodebüt diesen Stoff in einen angenehm altmodischen Agententhriller verwandelt hat. In einen richtigen Männerfilm fast ohne Frauen, der allein schon wegen des Zusammentreffens von Statham, De Niro und Owen sein Eintrittsgeld wert ist.

Haarsträubender Plot, aber spannend erzählter Agentenfilm. Cinemaxx Nikolaistraße, Cinemaxx Raschplatz, CineStar.

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