Auszeichnung

Thomas Kapielski erhält Preis für grotesken Humor

- Der Schriftsteller und Kunstkritiker Thomas Kapielski hat am Samstag den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor erhalten. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1985 vergeben. Prämiert werden Autoren, deren Werk auf hohem künstlerischem Niveau von Komik und Groteske geprägt ist.

Die gesungene Laudatio hielt der Komponist und Performance-Künstler Frieder Butzmann. „Er mag Gegenstände, die durch Wortspiele erst erfunden werden“, sang er - mit dem Geräusch einer Kaffeemaschine im Hintergrund.

Seit 1985 sind unter anderem Loriot, Hanns Dieter Hüsch, Gerhard Polt oder Franzobel mit dem Preis ausgezeichnet worden. Kapielski sei „ein gelehrter Sprachflaneur und Großmeister der Performance“, urteilte der Rat der Stiftung Brückner-Kühner, der die Auszeichnung vergibt. Der 1951 in Berlin geborene Kapielski schreibt, zeichnet und musiziert - unter anderem beim Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester. Seine Dankesrede: „Ich mache es auch kurz. Ich danke recht herzlich.“ Über sich selbst sagte er einmal: „Ich will gar keinen Erfolg. Mir genügt Ruhm.“ Nach einer Lesung präsentierte er mit dem elfköpfigen Orchester einige Nasenflöten-Hits, darunter Songs der Rockbands U2 und Queen.

Mit dem seit 2004 vergebenen Förderpreis für Komische Literatur wurde der Schriftsteller Jan Neumann ausgezeichnet. Autor und Schaupieler Harry Rowohlt las das Neumann-Stück „Knolls Katzen“ und erntete damit von mehreren hundert Gästen schallendes Gelächter.

Die Vergabe der Auszeichnungen war zugleich die Eröffnung des 5. Kasseler Komik Kolloquiums, einem einwöchigen Festival der komischen Literatur. Das Festival habe seinen festen Platz in der europäischen Komik und komischen Kunst, betonte Hessens Kunstministerin Eva Kühne Hörmann (CDU). Dort zu sehen ist unter anderem die Schauspielerin Maren Kroymann.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare