Nach zehnjähriger Amtszeit

ZDF-Intendant Schächter kündigt Rückzug für März 2012 an

- Im März 2012 will sich ZDF-Intendant Markus Schächter nach zehnjähriger Amtszeit von seinem Posten zurückziehen. Seinen Nachfolger sieht Schächter vor großen Aufgaben: Zunehmende Verschmelzung von Internet und Fernsehen erforderten tiefgreifende Entscheidungen.

ZDF-Intendant Markus Schächter will sich im März 2012 von seinem Amt zurückziehen. Dann wird er zehn Jahre an der Spitze des Senders gestanden haben. „Es ist meine persönliche Überzeugung und mein Amtsverständnis, dass Spitzenpositionen in Top-Unternehmen nur in klarer Befristung erfolgreich ausgeübt werden können“, erklärte der 61-Jährige am Dienstag in Mainz.

Der ZDF-Intendant wird vom 77-köpfigen Fernsehrat für die Dauer von fünf Jahren in geheimer Wahl bestimmt. Schächters Amtszeit endet am 14. März 2012.

„Zwei Amtsperioden sind in meinen Augen ein gutes Zeitmaß und zehn Jahre die richtige Zeitspanne“, sagte Schächter der Mitteilung zufolge. „Danach ist es Zeit, die Führung in andere Hände zu legen.“ Die Mitglieder des Fernsehrats und des Verwaltungsrats seien vorab über die Entscheidung informiert worden.

Schächter sieht seinen Nachfolger vor großen Aufgaben: Die Folgen der zunehmenden Verschmelzung von Internet und TV erforderten tiefgreifende Entscheidungen. „Es geht um eine langfristige Perspektive, die über eine mögliche nächste Amtsperiode hinaus reicht.“

Schächter betonte, er werde im März des kommenden Jahres einen gut aufgestellten Sender übergeben. Ein gigantischer Schuldenberg sei abgebaut, mit ZDFneo habe das Haus einen erfolgreichen Eckstein für die digitale Programmfamilie gesetzt.

dpa

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