Waldeck-Frankenberg

1500 Waldeck-Frankenberger weniger

- Waldeck-Frankenberg (lb). Die Einwohnerzahl im Landkreis ist auch 2009 weiter geschrumpft. Zum Jahresende gab es 1523 Waldeck-Frankenberger weniger als ein Jahr zuvor.

Der demografische Wandel ist in vollem Gange: Die am Montag vorgestellten Zahlen des Statistischen Landesamts Hessen zeigen, dass der Landkreis im vergangenen Jahr 0,92 Prozent seiner Einwohner verloren hat. Damit wird der Trend der vergangenen Jahre fortgeschrieben. 1999 zählte der Landkreis noch 170 709 Einwohner. Menschen ziehen weg Eine Ursache ist der Geburtenrückgang: 2023 Todesfällen stehen in Waldeck-Frankenberg nur 1232 Geburten gegenüber. Gleichzeitig ziehen mehr Menschen aus dem Landkreis weg als hinzuziehen. Auf der Verlust-Seite haben 8034 dem Land zwischen Eder und Diemel in 2009 den Rücken gekehrt, auf der Guthaben-Seite begrüßten die Städte und Gemeinden nur 7296 Neubürger. Offenbar bestätigt sich die Binsenweisheit, dass die schöne Landschaft allein nicht reicht, dass Menschen zuziehen. Bei der Einwohnerbilanz der Kommunen im Landkreis gibt es fast nur noch Verlierer. Steigende Einwohnerzahlen gab es nur in Volkmarsen mit 13 Bürgern mehr. Die größten Verluste in absoluten Zahlen hatte 2009 Korbach. Hier ging die Bevölkerungszahl um 213 auf 23 900 zurück (0,88 Prozent). Prozentual die meisten Einwohner verlor Willingen. Hier sank die Einwohnerzahl um 181 (2,7 Prozent) auf 5080 Ende 2009. Stärker vom Bevölkerungsrückgang sind in Nordhessen nur noch der Werra-Meißner-Kreis (1,08 Prozent) und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg (0,94 Prozent) betroffen. Der Landkreis Kassel (0,52 Prozent) hat den geringsten Rückgang zu verzeichnen. Alle haben aber neben Geburtendefiziten auch Wanderungsverluste zu beklagen. Auch hessenweit hat sich der Bevölkerungsrückgang fortgesetzt. So wurden im vergangenen Jahr mit knapp 6,062 Millionen Einwohnern knapp 3000 Personen weniger registriert als am Jahresanfang. Weitere Verluste erwartet Prognosen sagen für Wal­deck-Frankenberg einen weiteren Rückgang der Einwohnerzahl in den kommenden Jahren voraus. Laut Bertelsmann-Studie verliert der Landkreis von 2006 bis 2025 rund sieben Prozent an Bevölkerung. Es blieben am Ende des Zeitraums rund 155 000 Menschen. Das Statistische Landesamt in Wiesbaden erwartet für den Kreis hingegen einen Verlust von über neun Prozent – also ein Rückgang auf unter 152 000 Menschen. Für den Landkreis und die Kommunen bleibt der demografische Wandel die Herausforderung der nächsten Jahre.

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