20 Stätten im Kreis öffnen am Sonntag

Tag des offenen Denkmals: "Erleben, was uns verbindet"

Verbindete Route: Der Barockgarten in Battenberg ist Teil der Gartenroute.

Waldeck-Frankenberg. Zum Tag des offenen Denkmals öffnen 20 Stätten im Kreis ihre Pforten - und zeigen, wie Geschichte Menschen verbindet.

Am Sonntag ist „Tag des offenen Denkmals“ – sei 25 Jahren wird eingeladen, historische Bauwerke und die Geschichte hinter ihnen zu erkunden. Mehr als 7500 Bauten, Parks und archäologische Stätten stehen bundesweit auf, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Koordinatorin mitteilt.

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg öffnen 20 Denkmäler. Zum Jubiläum lautet das Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Einige der hiesigen Denkmal greifen das auf – und zwar auf ganz verschiedene Weise.

So geht es im Mengeringhäuser Museum etwa um die Wanderschaften von Gesellen.. In der Alten Schule Rosenthal werden nicht nur Exponate ausgestellt, sondern sich auch über Geschichten aus der Schulzeit ausgetauscht. Der Battenberger Barockgarten verbindet als Teil der Garten-Route. Und der Korbacher Kalkturm passt ins Thema, indem er Besuchern die Entwicklung des Lebens seit Urzeiten anschaulich macht. 

Allendorf 

Die alte Kirche in Allendorf steht von 11 bis 17 Uhr offen. Laut Sandsteintafel über dem Eingang wurde der einschiffige Saalbau 1496 erbaut und ist wohl das älteste Gebäude im Ort. Die Kirche ist im Stil der Spätgothik gehalten, der verschieferte Chorturm ist 16 Meter hoch. Eine Ausstellung zeigt Fotos der Entwicklung Allendorfs vom armen Bauerndorf zur Industriegemeinde sowie historische Fotoapparate und ähnliches Gerät. Eintritt frei.

Bad Arolsen 

Die Häuser des Arolser Museums öffnen bei freiem Eintritt und mit kostenlosen Führungen – und sind auch als Gebäude beachtenswert. Das Christian-Daniel-Rauch-Museum befindet sich im fürstlichem Marstall aus dem 18. Jahrhundert. Es öffnet von 11 bis 17 Uhr, um 14.30 Uhr startet eine Führung. Die übrigen Häuser stehen von 14.30 bis 17 Uhr offen. Das Christian-Daniel-Rauch-Geburtshaus war als Hoppenhof bekannt: ein ehemalige Lakaienhaus am Rande der Hopfengärten. Führungen gibt es bei Bedarf. So hält es auch das Kaulbach-Haus: 1721 vom Stammvater der Künstlerfamilie als Wohnhaus und Werkstatt errichtet. Das Schreibersche Haus wurde derweil 1717 als Musterhaus erbaut, der Festsaal gilt als Meisterwerk. Zu sehen ist auch die Kabinett-Ausstellung „Mon Plaisir“ über die Mal- und Zeichenkunst höherer Töchter. 

Die Geschichte des oberen Alleefelds von 1868 bis 1994 ist Thema des „Historicum 20 Forum Zeitgeschichte“, das von 15 bis 17 Uhr offen steht, um 16 Uhr startet eine kostenlose Führung. 

Im Westflügel des Arolser Residenzschlosses, einer ab 1710 erbauten Barockanlage, werden Ausstellungen gezeigt: derzeit unter dem Titel „Un segno per Monte Sole“ über Johann Rosenboom. Eine kostenlose Führung durch diese beginnt um 11.15 Uhr. 

Zeugt davon, wie Gesellen auf Wanderschaft die Verbindung mit der Welt suchten: Das Museum Mengeringhausen.

In einem Diemelsächsischen Ackerbürgerhaus von 1666 ist das Mengeringhäuser Museum untergebracht. Der Vierständerfachwerkbau steht von 14 bis 17 Uhr offen, um 15 und 16 Uhr gibt es Führungen. Eine Ausstellung ist Gesellen auf Wanderschaft gewidmet. Es gibt Vorführungen zum Seilerhandwerk, einen Getränkestand sowie Kaffee und Kuchen. Eintritt frei.

Bad Wildungen 

Ein Rundgang durch die Fachwerk-Altstadt Bad Wildungens beginnt um 14.30 Uhr in der Brunnenstraße 50. Im Laufe der anderthalb Stunden werden auch zwei sanierte Fachwerkhäuser besichtigt. Eintritt frei. 

Das älteste Gästehaus Bad Wildungens, heute das Bistro im Fachwerkhaus“ öffnet. Das Gebäude von 1601 ist reichlich verziert, mehr als drei Jahre wurde es renoviert. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr. Bei Bedarf gibt es Führungen. Eintritt: zwei Euro.

Battenberg 

Das Barockensemble der Neuburg liegt hoch über dem Edertal. Der Geschichtsverein stellt die Gartenanlage um das Jagdschloss von 1732 nach historischen Vorlagen nach. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr, bei Bedarf gibt es Führungen. Eintritt frei. Wegen einer historischen Fahrzeug-Ausfahrt wird die Anfahrt über Dresdner Straße und Am Hofenstück empfohlen, dann immer bergauf.

Diemelsee 

Die Benediktinerabtei in Flechtdorf wurde von 1114 bis 1180 errichtet. Erhalten sind der Westteile der Kirche, West- und Südflügel der Kirche, Teile der Wirtschaftsgebäude und der umgebaute Innenhof. Um 14 und 16 Uhr finden Führungen statt. Das Klostercafé öffnet ab 14 Uhr. Um 18 Uhr spielt das Klassik-Quartett Amarille.

Gemünden 

Das Stadtmuseum befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus mit integriertem Stallgebäude und angrenzender Scheune. Es wurde saniert, renoviert und umgebaut. Sonntag steht es von 14 bis 17 Uhr offen. Es gibt Vorführungen im Klöppeln. Eintritt frei.

Haina 

Das Zisterzienserkloster in Haina entstand ab 1215: Die Kirche wurde im Frühgotischen Stil errichtet. Farbige Fenster stammen aus der Zeit von 1250 bis 1300. Nach der Auflösung in Folge der Reformation wurde ein Hospital eingerichtet. Das Kloster steht von 11 bis 17 Uhr offen, ab 14 Uhr gibt es Führungen für sechs Euro.

Korbach 

Der 1923 errichtete Kalkturm gibt als Geofoyer Einblicke in die Geologie, die Entwicklung des Lebens und die Bedeutung des Baustoffs Kalk für die Korbacher Industriegeschichte. Daneben liegt die Fossilienlagerstätte Korbacher Spalte. Der Turm öffnet von 12 bis 16.30 Uhr, Führungen starten um 11.15 und 15 Uhr. 

Zeigt gemeinsame Ursprünge: Der Kalkturm mit Geo-Foyer in Korbach.

Die Hacheschmiede in Niederense wurde im 17. Jahrhundert erstmals erwähnt. 1923 wurde sie neugebaut, als eines der ersten Gebäude im Kreis mit freitragender Betondecke. Sie öffnet von 10 bis 16.30 Uhr, mehrere Schmiede zeigen ihr Handwerk. Eintritt frei.

Rosenthal 

Die 1831 errichtete Alte Schule öffnet von 16 bis 18.30 Uhr. Im Fachwerkbau auf Sandsteinsockel fand bis 1969 Unterricht statt, eine Ausstellung ist dem Schulwesen gewidmet. Ab 16 Uhr gibt es Führungen, um 17 Uhr werden Schulgeschichten vorgelesen und bei Kaffee Erinnerungen ausgetauscht. Eintritt frei.

Gemeinsam in Erinnerungen schwelgen: In der Alten Schule Rosenthal, im Bild Dr. Carola Schneider), wird über die Schulzeit gesprochen.

Volkmarsen 

Die Evangelische Kirche Herbsen, ein barocker Saalbau aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, öffnet von 14 bis 18 Uhr. Zunächst steht ein Gottesdienst an, ab 14.45 Uhr gibt es bei Vorträgen Einblicke in die Restaurierung des Altars, ab 15.30 Uhr gibt es Waffeln. 

Das Steinwerk in Volkmarsen stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Es diente als Speicherbau für Handelsware und Zufluchtsstätte für Adlige und Patrizier. Es steht von 14 bis 18 Uhr offen.

Waldeck 

Die St.-Nikolaus-Kirche in Sachsenhausen wurde im 13. Jahrhundert im spätromanisch-frühgotischen Stil errichtet. Zu den Besonderheiten zählen ein geschnitzter Barockaltar und ein Kreuz aus dem 14. Jahrhundert neben dem Taufstein. Die Kirche steht immer ganztägig offen, Sonntag gibt es um 14 und 16 Uhr Führungen. Eintritt frei.

Willingen 

Die St.-Pankratius-Kirche in Neerdar stammt aus dem Jahr 1379. Der spätromanische Bau verfügt über eine Außenfassade aus verputztem Bruchstein, Sandstein und Schiefern mit Quaderkanten, seit 1672 über eine barocke Ausstattung, etwa einen Brützel-Altaraufsatz. Der Westturm wurde 2011 saniert. Offen ist von 8 bis 18 Uhr, es gibt Führungen.

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