Stabil niedriges Niveau an Neuankünften

2018 hat der Landkreis 342 Flüchtlinge neu aufgenommen

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Hat die Ankunft der Flüchtlinge erlebt und begleitet: Shiar Kanjo. Nun setzt er sich neue Ziele.

Waldeck-Frankenberg. Die Anzahl der im Landkreis Waldeck-Frankenberg aufgenommenen Flüchtlinge ist 2018 gestiegen.

Die Zahl verbleibt aber im Vergleich zu den 1829 von 2015 und den 1455 von 2016 auf niedrigem Niveau: 342 Personen sind im vergangenen Jahr im Kreis untergekommen, 88 mehr als 2017. Parallel dazu sind 208 vom Fachdienst soziale Dienste betreute Flüchtlinge innerhalb Deutschlands verzogen, wie der Landkreis mitteilt. 

Zudem haben einige Deutschland freiwillig oder unfreiwillig verlassen, wie aus Angaben des Regierungspräsidiums (RP) hervorgeht. Seit dem 1. Juli führt dessen Zentrale Ausländerbehörde alle „aufenthaltsbeendenden Maßnahmen“ wie Abschiebungen und freiwillige Ausreisen durch. Durch die Bündelung sollten die Landkreise entlastet werden, da sie die Integrationsarbeit für die bleibenden Menschen haben. 

Abschiebungen und freiwillige Ausreisen

Seitdem gab es 20 Abschiebungen aus Waldeck-Frankenberg sowie 22 freiwillige Ausreisen. Unter Zuständigkeit der Ausländerbehörde des Landkreises kam es in der ersten Jahreshälfte zu 32 freiwilligen Ausreisen, aber zu keinen Abschiebungen – womit Waldeck-Frankenberg nicht allein dasteht, in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner gab es laut RP in diesem Zeitraum ebenfalls keine Abschiebungen, in Schwalm-Eder nur eine. „Dass es mehr Abschiebungen von nicht aufenthaltsberechtigten Menschen gibt, zeigt, dass die Bündelung der Aufgaben sinnvoll war“, erklärt Michael Conrad, Pressesprecher des RP.

Syrer größte Gruppe

 Syrer stellten mit 82 Personen die größte Gruppe der Neuankömmlinge, vor 32 Irakern, 29 Afghanen und 28 Türken. Unterm Strich lebten am 1. Januar 1713 vom Fachdienst Soziale Dienste betreute Flüchtlinge im Kreis.

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