Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis steigt weiter

31 positive Corona-Tests: Abbruch von Mutter-Kind-Kur in Bad Wildungen

Am Container: Jan Levin vom VW-Gesundheitswesen entnimmt einen Abstrich von Carina Kader. Ab heute können sich Mitarbeiter, die Symptome zeigen, neben dem Baunataler Werk auf Corona testen lassen.
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In der Mutter-Kind-Klinik Talitha in Bad Wildungen sind 31 Personen, darunter vier Mitarbeitende, durch das erste Corona-Schnellverfahren positiv getestet worden. (Symbolfoto)

In der Mutter-Kind-Klinik Talitha in Bad Wildungen sind 31 Personen, darunter vier Mitarbeitende, durch das erste Corona-Schnellverfahren positiv getestet worden. Das hat der Caritasverband Brilon als Klinikträger am Mittwoch mitgeteilt.

  • In einer Kurklinik in Bad Wildungen sind 31 Personen positiv auf Corona getestet worden.
  • Eine aktuell laufende Mutter-Kind-Kur musste abgebrochen werden.
  • Im Landkreis Waldeck-Frankenberg steigt die Zahl der Corona-Infektionen. Verschärfte Maßnahmen sind aber noch nicht nötig.

Bad Wildungen – In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt in Korbach habe man deshalb beschlossen, die aktuell laufende Kur abzubrechen. „Aufgrund der Testergebnisse wurden sofort die im Vorfeld erarbeiteten und mit den Behörden abgestimmten Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet“, sagte Heinz-Georg Eirund, Vorstand des Caritasverbandes Brilon. Der ärztliche Corona-Test erfolge am Heimatort der Familien, wo sie von den örtlichen Gesundheitsämtern weiter betreut werden. Die 31 Betroffenen hätten meist keine, nur vereinzelt milde Symptome aufgewiesen.

Kreisweit steigen die Corona-Infektionszahlen weiter an: Aktuell gibt es im Landkreis 33 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen, teilt der Landkreis mit und appelliert nun einmal mehr an alle, die Regeln zu beachten: Abstand und Hygiene einhalten, nach Möglichkeit die Corona-App nutzen, regelmäßig lüften und Alltagsmaske tragen.

Seit Ausbruch der Pandemie zählt der Landkreis mittlerweile mehr als 300 Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde – 33 Personen aus dem gesamten Kreisgebiet sind aktuell infiziert, sieben Erkrankte befinden sich in stationärer Behandlung.

Anzahl der Neuinfektionen im Landkreis Waldeck-Frankenberg gestiegen

Damit ist die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf 17,2 gestiegen. Bei 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner werden die Maßnahmen (Stand Mittwochmittag) – wie bereits in vielen anderen Gebieten auch – verschärft werden müssen.

„Davon ist der Landkreis zwar momentan noch entfernt, trotzdem müssen wir jetzt alle ganz besonders achtsam sein, um den bisher moderaten Verlauf der Zahlen in Waldeck-Frankenberg, den wir durch ein konsequentes Krisenmanagement erreicht haben, nicht zu gefährden. Wir dürfen nicht nachlässig werden“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. „Denn das Infektionsgeschehen kann sich von einem auf den anderen Tag sprunghaft ändern.“

Das zeigt auch die aktuelle Situation der Reha-Klinik in Bad Wildungen, in der von gestern auf heute rund 30 Infektionen gemeldet wurden. In der Landkreis-Statistik sind diese nicht alle aufgeführt, da die infizierten Reha-Patienten sich unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen bereits auf dem Weg in ihre Heimat-Landkreise befinden.

Gesundheitsamt Waldeck-Frankenberg ermittelt Kontaktpersonen

„Auch hier haben wir rechtzeitig und konsequent gehandelt: Kontaktpersonen werden ermittelt, gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt und weitere Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet“, berichtet der Gesundheitsdezernent weiter.

Die Ausbreitung des Infektionsgeschehens – im Landkreis und bundesweit – zeigt einmal mehr, dass das Virus sich weiterhin seine Übertragungswege sucht. „Es liegt nun an uns allen, dass wir die Lage im Landkreis weiterhin so gut im Griff behalten wie bisher“, sagte Frese. Weiterhin gelte es, umsichtig zu sein – insbesondere in den kommenden Monaten, in denen es kälter werde und sich Vieles nach drinnen verlagere. „Jeder ist aufgerufen, durch Rücksicht, Achtsamkeit und die Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen seinen Teil dazu beizutragen, die Ausbreitung des Virus weiter einzuschränken.“

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