Quote: 3,7 Prozent - Derzeit 1889 offene Stellen in Waldeck-Frankenberg 

3222 Menschen im Landkreis sind arbeitslos

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Die Arbeitslosenquote im März lag im Landkreis bei 3,7 Prozent.

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Waldeck-Frankenberg hat sich im März leicht verändert: 3222 Menschen ohne Job waren gemeldet und damit 57 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote ist damit leicht von 3,8 auf 3,7 Prozent gesunken. „Wir haben schon Anfang 2017 frohen Mutes aufs Jahr geblickt, jetzt ist es noch deutlich besser“, sagte Agenturchef Uwe Kemper bei der Vorstellung der Zahlen.

Über alle Personengruppen hinweg habe es hohe Rückgänge aus der Arbeitslosigkeit gegeben. Damit stehe man hessenweit am besten da, betonte er. Dass die Quote dennoch im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent abgesunken sei, habe mit dem Ende zahlreicher Integrationskurse zu tun. Das sei aber eine kurzzeitige Veränderung. „Wenn die Kurse erfolgreich abgeschlossen wurden, können wir gezielt nach Anschlussmaßnahmen suchen“, so Kemper. Mit den ersten Deutschkenntnissen habe ein Flüchtling gute Chancen auf eine Helferstelle, von denen es unzählige gebe.

Freie Ausbildungsstellen

Aktuell gibt es im Landkreis 1889 offene Stellen. Der Großteil – etwa 80 bis 90 Prozent, sagte Agentursprecherin Cornelia Harberg – sind sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen, die unbefristet sind. Mancher Betrieb könne nicht weiter wachsen, weil Fachkräfte fehlten, sagte Uwe Kemper.

Wer eine der vielen Helferstelle annehme, habe in der aktuellen Konjunktur einen sicheren Job und durchaus eine gute Bezahlung, sagt Uwe Kemper. Dennoch rät er, sich in diesen Positionen weiterzubilden.

Viele freie Stellen gibt es auch noch für das Ausbildungsjahr, das im August beginnt. Im Agenturbezirk – also in Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis – stehen aktuell 970 unversorgte Bewerber 1362 unbesetzten Stellen gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der gemeldeten Stellen um fünf Prozent gestiegen, die Anzahl der gemeldeten Bewerber aber um fünf Prozent gesunken, so Harberg. Junge Menschen sollten die Möglichkeit einer Ausbildung „ernsthaft prüfen“, sagte Kemper. Die duale Ausbildung sei eine „tragende Säule“ in Deutschland.

Im Jobcenter Waldeck-Frankenberg sind aktuell 1803 Menschen gemeldet und damit 39 mehr als im Februar, sagt Geschäftsführer Otto Richter. Von ihnen seien 33 Flüchtlinge, die gerade Kurse beendet hätten. Doch aufgrund der hohen Dynamik am Arbeitsmarkt gebe es für die Flüchtlinge gute Zugangsmöglichkeiten. Fast 60 Prozent kommen über Zeitarbeit in einen Job.

Insgesamt gibt es im Geschäftsfeld des Jobcenters derzeit 5612 Leistungsberechtigte und damit 56 weniger als im Februar und 333 weniger als im März 2017 – trotz des hohen Zugangs an Flüchtlingen, so Richter.

35,1 Prozent aller Leistungsberechtigten gehen im Laufe eines Jahres in Arbeit, das sei hessenweit ein Spitzenwert. Im Bundesland liegt der Durchschnitt bei 24 bis 25 Prozent. Damit gebe es auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen für solche, die oft erst einmal rausfallen: Ältere, gesundheitlich Eingeschränkte oder solche, die nicht mobil sind. Insgesamt gebe es für alle sehr gute Chancen, in den Arbeitsmarkt zu kommen. Der sei robust, wie Kemper sagte. Der gute Mix an großen Unternehmen und vielen kleineren und mittelständischen mache den Landkreis oftmals unabhängig von Krisen in der Welt.

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