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550 Bio-Brotboxen an Schüler in Waldeck-Frankenberg übergeben

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Von: Wilhelm Figge

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Gefüllte Bio-Brotboxen bekamen 550 Erstklässler, hier in Willingen mit (hinten von links) den Klassenlehrern Maria Müller und Lars Wiegand, Christian Breindl, Henrike Habermann-Diez, Karl-Friedrich Frse und Jörg Fuchs.
Gefüllte Bio-Brotboxen nahmen 550 Erstklässler im Kreis entgegen, hier in Willingen. © Wilhelm Figge

Kindern und Eltern das Thema gesunde Ernährung näherbringen sollen die Bio-Brotboxen, die an 550 Erstklässler verteilt wurden. Es gebe noch viel zu tun, so die Verantwortlichen.

Waldeck-Frankenberg – „Was braucht man in der Brotdose, damit man in der Schule gut aufpassen und sich konzentrieren kann?“ Das muss Henrike Habermann-Diez von der Upländer Bauernmolkerei nicht zweimal fragen, die Erstklässler an der Uplandschule wissen Bescheid: „In eine gesunde Brotdose gehören Apfel und Tomate“, sagt ein Mädchen. Ihre Klassenkameraden haben mit Möhre, Gurke und Brot weitere Vorschläge – und sind damit nah dran am Inhalt der 550 Bio-Brotboxen, die an 15 Schulen in den Gemeinden Willingen, Diemelsee, Korbach, Twistetal, Bad Arolsen, Vöhl und Lichtenfels verteilt wurden.

Cocktailtomaten, eine kleine Mettwurst, Vollkornbrot, Milch, Tee und Müsli sind in der Bio-Brotbox, gerade von lokalen Sponsoren: dem Bio-Garten Flechtdorf, dem Hofgut Rocklinghausen, der Bäckerei von der Heide und der Upländer Bauermolkerei, welche die Biobrotbox-Initiative vor Ort initiiert hat – bundesweit erreicht die Aktion 165 000 Erstklässler.

„Ich freue mich, dass ihr so gut Bescheid wisst“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, der Landrat Jürgen von der Horst als Schirmherr vertrat. Der Inhalt der Box solle ein Anstoß sein, damit Eltern ähnliches mitgeben: „Das sind ein paar Tipps, damit Mama und Papa Bescheid wissen“, verriet er den Kindern.

Die Kinder können auch sagen, was nicht oder höchstens ab und zu in die Brotdose gehört. Aber obwohl schon im Kindergarten offensiv mit dem Thema umgegangen werden, gäben viele Eltern weiter zu zuckriges oder fettes Essen mit, beobachtet Jörg Fuchs, Rektor des Grundschulzweigs der Uplandschule. Gutes Frühstück mitzugeben, koste Zeit, weiß Henrike Habermann-Diez von der Molkerei – aber es lohne sich und mit der Zeit stelle sich Gewöhnung ein.

Die Sponsoren hielten der Aktion die Treue, erklärt die Marketing-Leiterin. Durchaus gebe es auch interesse, sie noch auszuweiten, erläutert Karl-Friedrich Frese – dafür bräuchte es aber mehr Sponsoren, weil keine Steuergelder eingesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit, über gesunde Nahrungsmittel mit kurzen Lieferwegen zu lernen, stellte Christian Breindl vor, Geschäftsführer des Bio-Gartens: Dieser ist nämlich ein Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau und darauf ausgerichtet, Besucher zu empfangen – eine Anregung, die Rektor Fuchs gleich freudig annahm. (wf)

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