Viele Kontakte geknüpft 

750 junge Menschen besuchen „Tag der Ausbildung“ in Frankenberg

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Ausbildung als Altenpfleger: Darüber informierte Gisela Mayer (Mitte) vom Waldeckschen Diakonissenhaus in Bad Arolsen die Frankenberger Ortenbergschülerinnen (von links) Rebecca Ngomezoo, Emily Kann, Laura Scholl und Aya Alkadi.   

Waldeck-Frankenberg. In Waldeck-Frankenberg gibt es für 2018 noch fast 500 freie Ausbildungsstellen, davon ein Drittel allein im Handwerk. Diese Zahlen nannte Bernd Wilke von der Arbeitsagentur für Arbeit am Donnerstag beim „20. Tag der Ausbildung und des dualen Studiums“ in der Frankenberger Ederberglandhalle.

„Jugendliche hatten selten so gute Chancen wie heute, ihren Wunschberuf zu realisieren“, sagte Wilke. Ein guter Ausbildungsplatz für diesen Sommer sei insofern auch für „Spätstarter und Kurzentschlossene“ noch denkbar.

Der „Tag der Ausbildung“ war wieder mehr als nur ein „Schau-Tag“ der insgesamt 68 Aussteller. An den Ständen der Betriebe durften rund 750 interessierte junge Menschen hautnah jede Menge Informationen über die Ausbildungsberufe und den Ablauf einer Ausbildung in den jeweiligen Unternehmen erfahren. Rund 130 verschiedene Ausbildungsberufe stellten sich vor, auch Praktikumsplätze waren stark gefragt. Die Schüler konnten mit Ausbildern, Lehrlingen und auch mit Studierenden wertvolle Kontakte knüpfen und sich gleichzeitig auch schon für einen künftigen Ausbildungsplatz empfehlen.

Auch den Eltern vermittelte die Veranstaltung wieder ein gutes Bild über die Aus- und Weiterbildung, über duale Ausbildungsmöglichkeiten und über duale Studiengänge. Eltern sind nach wie vor ein ganz wichtiger Faktor in der Berufsorientierung ihrer Kinder – das wurde auch bei der gestrigen Ausbildungsmesse wieder deutlich. Viele Schüler kamen in Begleitung von Vater oder Mutter.

„Die Schüler sollten sich frühzeitig orientieren, damit sie schon nach den Sommerferien die Bewerbung für 2019 bei ihren Wunschfirmen abgeben können“, riet Frauke Syring vom nordhessischen Arbeitgeberverband Hessen

Die meisten Fragen der Jugendlichen betrafen insbesondere zukunftssichere Ausbildungsberufe, attraktive Einkommen, vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und auch entsprechende Aufstiegschancen. „Nach einer erfolgreichen Berufsausbildung stehen den Jugendlichen alle Wege offen – und zwar bis zur Meisterprüfung“, sagte Frauke Syring.

„Karriere auch ohne Abi“

Gerhard Brühl, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, ging noch einen Schritt weiter. „Heute ist niemand mehr verpflichtet ein Abitur zu machen, wenn er studieren will“, sagte Brühl.

Realschule und Gesellenprüfung mit mindestens Note 2,5 reiche aus, um an den hessischen Hochschulen studieren zu können, lautete seine Botschaft. Brühl: „Auch ohne Abitur steht den Jugendlichen ein erfolgreiches Berufsleben und eine erfolgreiche Karriere offen.“ (mjx)

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