Tag der offenen Gärten am 30. Juni/1. Juli in Waldeck-Frankenberg

Ein Garten für alle Tage

Sigrid Willeke ihn ihrem großen Reich: In verschiedenen Gartenräumen hegt und pflegt die Adorferin einen Küchen- und Beerengarten, Biotope und mehrere große Blumenbeete mit zum Teil seltenen Stauden.

Diemelsee-Adorf. Sigrid Willecke öffnet ihren großen Garten am 30. Juni und 1. Juli erstmals beim „Tag der offenen Gärten Waldeck-Frankenberg“. Er ist Teil des Bauernhofs, den sie zusammen mit ihrem Mann bewirtschaftet.

Aus dem einstigen reinen Küchengarten hat Sigrid Willeke einen ansprechenden Bauerngarten mit vielen Blumen, Beerensträuchern und verschiedenen Räumen erschaffen. Verändert hat sie ihn über die Jahre hinweg jeweils nach Bedarf: Seitdem die Enkelkinder da sind, haben zum Beispiel ein Baumhaus, ein kleines Getreidesilo, in dem sie sich verstecken können, und Netzschaukeln Platz gefunden. Vier Birken wachsen in verschiedenen Größen auf der Margeritenwiese – „für jedes Enkelkind haben wir eine Birke gepflanzt“, sagt die Adorferin.

Auch ein Barfußpfad wurde angelegt, zu dem eine Tür geöffnet werden muss, die noch aus dem Bauernhaus stammt. Zum Naschen gibt es verschiedene Erdbeersorten. Den historischen Hühnerstall hat sie so ausbauen lassen, dass die Kinder darin spielen können.

Küchengarten, Blumen und Biotope

Zwischen Küchengarten, Teich und Biotop setzen Buchs und unterschiedlich hohe Sträucher sowie rundlich geschnittene Koniferen Grenzen. Wo sie Steine brauchte, nutzte sich den bekannten Adorfer Naturstein. Zum Nachbargrundstück hat sie vor dunkle Tannen weiß-grün-blättrige Harlekinweiden gepflanzt, die für helle Zierde sorgen.

Neben dem Küchengarten, in dem auch Eiszapfen und Pastinaken wachsen, haben unter anderem Himbeer-Rhabarber, Josta, Aronia sowie Him- und Stachelbeeren ihren Platz. Historische Wannen und alte Gefäße aus dem Bauernhaus nutzt sie, um Kräuter oder Gemüse darin anzupflanzen. „Die Ideen dazu kommen von selbst. Ich sehe etwas, und weiß, was ich damit machen möchte“, sagt Sigrid Willeke.

Bäume, die der Sturm gefällt hat, werden möglichst verwendet: Birkenäste als Handlauf über einer Brücke, hohle Holzstücke als Zierde, ein toter Apfelbaum als Biotop. Und dazwischen viele Blumen: Goldlack, Staudennelken, Margeriten, Tausendschön, Stockrosen, Phlox und Nachtviolen, die sie noch von ihrer Großmutter hat. Silberkerzen und Gelenkblumen, Spitzentänzerinnen, die aussehen wie gelbe Margeriten und lange blühen, Kugeldisteln, Ochsenaugen, Rosen und rund 50 Dahlien gesellen sich hinzu. „Die setze ich schon Mitte April in die Erde. Sagt sich Frost an, stülpe ich einfach Tontöpfe darüber“, erklärt die Adorferin. Seit rund 20 Jahren arbeitet sie nach dem Mond- und Planetenkalender von Maria Thun – „mit sehr gutem Erfolg“, freut sie sich. Tipps dazu gibt sie gern weiter.

Service: Zum Tag der offenen Gärten Waldeck-Frankenberg am 30. Juni und 1. Juli machen 46 Gartenbesitzer ihre Refugien von jeweils 10 bis 18 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist frei. Das Organisationsteam macht die Arbeit ehrenamtlich. Wer diese Arbeit zur Deckung der Kosten unterstützen möchte, kann gern etwas spenden. (md)

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