Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent

Arbeitsagentur verzeichnet im Februar weniger Arbeitslose in Waldeck-Frankenberg

ARCHIV - 29.02.2016, Brandenburg, Potsdam: Das Logo der Agentur für Arbeit. Die Arbeitsinitiative Letschin wird als vierter Sozialbetrieb bei der Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen öffentlich gefördert. (zu „Vierter Sozialbetrieb macht Langzeiterwerbslose für Arbeitsmarkt fit“ vom 19.03.2018) Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg ist im Februar leicht gesunken.  Das berichtet die Korbacher Agentur für Arbeit.

Die Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg ist im Februar leicht gesunken. Das berichtete der Leiter der Korbacher Agentur für Arbeit, Uwe Kemper, am Dienstag: 3820 Jobsuchende waren gemeldet, das sind 13 oder 0,3 Prozent weniger als im Januar.

  • Die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist im Februar leicht gesunken, in Schwalm-Eder ist sie aber Corona-bedingt gestiegen.
  • Die Zahl der Kurzarbeits-Anzeigen ist im Bezirk und im Kreis im Februar zurückgegangen.
  • Die Zahl der offene Stellen ist im Februar im Agenturbezirk und im Kreis gestiegen.

Waldeck-Frankenberg – Allerdings es sind es 578 Arbeitslose mehr als im Februar 2020, ein Plus von 17,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote sinkt im Februar um 0,1 Punkte auf 4,3 Prozent.

Anders sieht die Lage im Agenturbezirk aus, zu dem neben Waldeck-Frankenberg auch der Schwalm-Eder-Kreis gehört: Da ist die Arbeitslosigkeit im Februar wieder über die 8000er-Marke geschritten – so wie im Zeitraum von Mai bis August vorigen Jahres, als die Corona-Pandemie mit dem ersten Lockdown auf dem Arbeitsmarkt durchschlug.

Im Februar waren im gesamten Bezirk 8135 Menschen auf Arbeitssuche, gegenüber dem Januar ein Plus von 186 oder 2,3 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 sind es 1333 Betroffene mehr, ein Plus von 19,6 Prozent. Die Quote liegt mit 4,4 Prozent um 0,1 Prozent höher als im Januar und um 0,7 Prozent höher als vor einem Jahr.

Die Geschäftsstellen im Kreis

Blick auf die Lage in den drei Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit im Kreis:

  • In Korbach mit Bad Wildungen waren im Februar 1815 Menschen ohne Arbeit gemeldet, das sind 14 mehr als im Januar, ein Plus von 0,8 Prozent. Und es sind 237 mehr als vor einem Jahr, ein Plus von 15,0 Prozent. Die Quote liegt mit 4,4 Prozent um 0,1 Punkte höher als im Vormonat und um 0,6 Punkte höher als im Februar 2020.
  • Frankenberg verzeichnet 1175 Arbeitslose, 18 weniger als im Januar, ein Minus von 1,5 Prozent. Aber es sind 252 Betroffene mehr als im Februar 2020, ein Plus von 27,3 Prozent. Die Quote sinkt um 0,1 Punkte auf 4,1 Prozent, Im Vorjahr hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.
  • In Bad Arolsen waren 830 Menschen auf Jobsuche, neun weniger als im Januar, ein Minus von 1,1 Prozent. Aber es waren es 89 Betroffene mehr als im Februar 2020, ein Plus von 12 Prozent. Die Quote beträgt wie im Januar 4,7 Prozent, ein Anstieg um 0,5 Punkten gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Arbeitslose in Schwalm-Eder

Die beiden Kreise wiesen im Februar deutliche Unterschiede auf, berichtete Kemper: Den rückläufigen Zahlen in Waldeck-Frankenberg steht der Anstieg im Schwalm-Eder-Kreis um 4,8 Prozent gegenüber. „Es fällt ein deutlicher Anstieg im Bereich der Grundsicherung im Schwalm-Eder-Kreis auf“, sagte Kemper. „Das ist noch kein Trend, aber das müssen wir beobachten.“ Eine Rolle spiele sicherlich, dass der Zugang an offenen Stellen im Schwalm-Eder-Kreis niedriger sei als im Nachbarkreis.

Weniger Kurzarbeits-Anzeigen

Im gesamten Agenturbezirk ist die Zahl der neuen Kurzarbeits-Anzeigen gegenüber dem Vormonat erneut gesunken: 165 Betriebe haben bis zum Stichtag 24. Februar neu Kurzarbeit für bis zu 1357 Beschäftigte angezeigt. Im Januar hatte es 264 neue Anzeigen für maximal 3157 Mitarbeiter gegeben.

Ob und in welchem Umfang die Betriebe tatsächlich kurzarbeiten, wird erst mit der Abrechnung deutlich, für die Betriebe drei Monate Zeit haben. Für diese „realisierte Kurzarbeit“ gibt es auf Agenturebene Hochrechnungen bis Oktober 2020: Demnach haben in 788 Unternehmen insgesamt 6882 Beschäftigte kurzgearbeitet. Im September waren es 842 Betriebe mit 7566 betroffenen Beschäftigten.

In Waldeck-Frankenberg gingen im Februar 98 neue Kurzarbeits-Anzeigen ein, von denen bis zu 981 Beschäftigte betroffen sein können - im Januar waren es 118 neue Anzeigen für bis zu 1282 Beschäftigte.

Hochrechnungen zur tatsächlichen Kurzarbeit liegen bis September vor. Danach waren im Kreis 4681 Beschäftigte in 468 Betrieben in Kurzarbeit, im August waren es 4930 in 520 Unternehmen.

Mehr offene Stellen

2509 offene Stellen waren Februar im Agenturbezirk gemeldet, das sind 33 mehr als im Januar, aber 427 weniger als im Vorjahresmonat. Dabei fällt der Zugang an offenen Stellen mit 769 deutlich höher als im Januar – das Plus liegt bei 275 Stellen oder 55,7 Prozent, was typisch für die Veränderung von Januar zu Februar ist.

In Waldeck-Frankenberg waren im Februar 1341 offene Stellen registriert, 19 mehr als im Januar. Aber vor einem Jahr waren es noch 1679 Offerten.

Mehr junge Arbeitslose

Auffällig in der Februar-Statistik sei der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen um 9,1 Prozent, sagte Kemper. Weil am Jahresanfang Ausbildungen endeten, sei ein Anstieg in dieser Altersgruppe im Februar durchaus üblich. „In diesem Jahr fällt die Steigerung deutlicher aus, was sicherlich der Pandemie geschuldet ist.“

Bei den Männern war ein Anstieg um 3,4 Prozent zu verzeichnen, bei den Frauen um 0,9 Prozent und bei den Ausländern um 5,2 Prozent. Bei den über 55- Jährigen gab es einen Rückgang um 1,1 Prozent. Erneut gestiegen ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen: Gegenüber dem Vorjahr sind 674 Betroffene mehr erfasst, ein Plus von 48,6 Prozent. (red/-sg-)

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