Absolventen des Frühjahrs kommen aus 15 Waldeck-Frankenberger Innungen

Alle Junghandwerker haben ihre Gesellenprüfung bestanden

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Die Junghandwerker nach der Übergabe der Gesellenbriefe in der Korbacher Stadthalle, links: Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl und die Ehrengäste.Fotos: -sg-

Waldeck-Frankenberg - Bei einem Festakt in der Korbacher Stadthalle erhielten am Donnerstagabend 90 Junghandwerker ihre Gesellenbriefe.

Die Freisprechungsfeiern der Gesellen und der Meister seien für das Waldeck-Frankenberger Handwerk die Höhepunkte des Jahres, betonte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Guido Kalbe aus Korbach in seiner Festansprache. Noch immer würden rund 1100 Lehrlinge ausgebildet. Doch der Trend sei leicht rückläufig wegen des Bevölkerungswandels mit sinkenden Schülerzahlen und wegen einer veränderten Berufswahl. Kalbe verwahrte sich gegen einen „Akademisierungswahn: Wir dürfen nicht länger so tun, als sei der Mensch erst etwas Wert, wenn er Abitur hat und dann studieren geht.“ Die „Bildungsrendite“ sei im Handwerk höher als bei einer akademischen Ausbildung.

„Setzen Sie sich Ziele“

Mit der Gesellenprüfung hätten die Junghandwerker einen wichtigen Grundstein für ihr weiteres Leben gelegt. Kalbe rief sie auf: „Setzen Sie sich Ziele, besuchen Sie die Techniker- oder Meisterschule, gehen Sie vielleicht studieren. Gehen Sie raus ins Leben, bauen Sie sich etwas auf. Gründen Sie einen Betrieb, bilden Sie aus, geben Sie anderen eine Chance. Seien Sie gute, erfolgreiche und verantwortungsbewusste Handwerker.“ Das Handwerk biete ihnen gute Perspektiven: „Sie sind für Ihre Mitbürger da – Sie halten Deutschland am Laufen.“

Der Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich gratulierte den „künftigen Leistungsträgern“. Er ging auf den Facharbeitermangel ein, die neuen Gesellen hätten gute Chancen auf dem Markt, und es mache Spaß, in einem „wunderschönen Beruf“ zu arbeiten. „Das Handwerk hat nach wie vor einen goldenen Boden.“ Manche der jungen Leute wollten vielleicht erst „die weite Welt“ erkunden, Friedrich rief ihnen zu: „Kommt wieder, wir brauchen euch.“

Von Dr. Karl Schilling

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