Musik-Tipp

Zeitloser Southern Rock

Southern Rock – das ist der handmade Sound aus Rock, Blues, Country und einem Schuss Soul. Im 70s-Stil und zeitlos, so zelebriert die Allmann Betts Band ihr neues Album „Down To The River“.

Devon Allman und Duane Betts sind beides Gitarristen und Singer-Songwriter aus dem familiären Umkreis der berühmten Allman Brothers. Dazu gehören auch die anderen Bandmitglieder. Also eine große Familie, die den Südstaatenrock mit der Muttermilch aufgesogen hat. Live, im organisch warmen Sound eingespielt, wirken alle Songs wie aus den 70ern. Zweistimmige E-Gitarrenläufe in Kombination mit warmen Orgelklängen, rührendem Background- und tiefem Lead-Gesang – getragen von griffigen Songs, die sofort ins Ohr gehen. Nach dem rockigen Opener „All Night“ kommt mit „Shining“ das Highlight – das mit lockerem Groove und uriger Lässigkeit loslegt. Okay, textlich geraten die Songs mit ihrem stark konservativen Heimatbezug zuweilen etwas flach – wie die Country-geschwängerten „Good Ol’ Days“ und „Melodies Are Memories“. Dafür zeigen die Jungs an ihren Instrumenten, was sie drauf haben und verhindern die Überschreitung der roten Schwülstigkeitslinie. Vor allem die Songs mit Souleinschlag lassen angenehm die Royal Southern Brotherhood durchklingen, einer jener Bands, in der Devon Allman gelernt hat. Mit der Klavierballade „Southern Accents“ und dem gefühlsstarken „Long Gone“ schließt das wehmütige Album mit wohltuender Tiefe. Ein schöner Soundtrack für den Spätsommer. /ros

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