Hannah Kriebel macht Abi und ist vom Amt zurückgetreten

Kreisschülerrat: Alyssa Scharff ist neue Vorsitzende

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Neue Vorsitzende des Kreisschülerrats ist Alyssa Scharff (rechts), die Hannah Kriebel abgelöst hat.

Waldeck-Frankenberg – Alyssa Scharf, Zwölftklässlerin der Arolser CRS, ist neue Vorsitzende des Kreisschülerrats Waldeck-Frankenberg. Sie wurde zur Nachfolgerin von Hannah Kriebel gewählt, die jetzt Abitur macht und damit ausscheidet.

Vergangenes Jahr hat Alyssa Scharff bereits im Vorstand mitgearbeitet, war Stellvertreterin von Kriebel und stand nun als einzige Kandidatin für ihre Nachfolge zur Verfügung. „Der Kreisschülerrat liegt mir am Herzen“, sagt die 17-Jährige.

Weil die Korbacherin Kriebel vom Amt zurückgetreten war, wird Scharff nun vorerst bis Herbst das Amt inne haben, wenn die regulären Wahlen stattfinden. Doch bis dahin hat sich die Volkmarserin einiges vorgenommen.

Sie will die Basisarbeit ausbauen, häufiger die Schulen im Landkreis besuchen und dort von der Arbeit des Kreisschülerrats berichten. Dabei will sie, mit dem Rest des Vorstands, Wünsche und Anregungen der Schüler mitnehmen – und animieren, im Schülerrat mitzuarbeiten. Scharff will als Ansprechpartnerin für alle Schüler gelten. „Jede Schülervertretung soll über uns und unsere Arbeit Bescheid wissen.“

"Kreisschülerrat ist viel zu unbekannt"

Denn, so die Erfahrung ihrer Vorgängerin: „Der Kreisschülerrat ist viel zu unbekannt.“ Bei den regelmäßigen Vollversammlungen seien meist gerade einmal die Hälfte der Schulen vertreten. „Das ist ein Problem, weil das ganz und gar nicht basisdemokratisch ist“, sagt Kriebel.

Auch in die Kreispolitik will sich das Gremium häufiger einschalten. Schon jetzt werde man bei den relevanten Ausschüssen angehört – beispielsweise, wenn es um den Schulentwicklungsplan geht – doch das soll noch ausgebaut werden. „Ich finde es gut, dass wir so ernst genommen werden“, sagt Kriebel.

Sie ist stolz darauf, wie sich der Kreisschülerrat entwickelt hat. Fünf Jahre war sie im Gremium aktiv, der Abschied fällt schwer. „Es war eine prägende Zeit.“ Sie macht jetzt Abi an den Beruflichen Schulen, hat auch ihr Amt in der Landesschülervertretung aufgegeben. Ab Ende August wird sie ein Jahr in Israel in einer Kita arbeiten.

Ein Erbe Kriebels wird auch ihre Nachfolgerin weiterführen: Die Korbacherin hatte die erste „Fridays for Future“-Demo im Kreis initiiert. Die zweite ist in Planung, sie soll Mitte Juni in Frankenberg stattfinden. 

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