Anette Hoffmann hegt eine große Liebe zu Rosen und Natur

Paradiesischer Rosenthaler Garten

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Die Dame der Rose: Anette Hoffmann in ihrem Rosenthaler Garten-Paradies.

Rosenthal - Anette Hoffmann ist in ihrem Rosenthaler Garten dem Ziel, ein Paradies für Mensch und Tier zu schaffen, schon sehr nahe gekommen.

Das Paradies muss ein Garten sein. Davon waren unsere Vorfahren überzeugt. Der Aufenthalt darin endete mit dem Sündenfall und der Vertreibung der Menschen aus dem Garten Eden. Wer das Paradies wieder erschaffen will, müsste nur versuchen, einen Garten anzulegen, in dem paradiesische Zustände herrschen. Anette Hoffmann ist in ihrem Rosenthaler Garten dem Ziel schon sehr nahe gekommen.

Indem sie versucht, möglichst vielen Pflanzen und Tieren auf 2000 Quadratmetern einen Lebensraum zu bieten, drängt sich gleich ein weiterer Vergleich mit den Anfängen der Bibel auf: die Arche Noah zur Rettung des Lebens auf der Erde. Wie ernsthaft Anette Hoffmann dabei zu Werke geht, wird gleich nach dem Betreten des Gartens deutlich: Auf dem Tisch liegt ein dicker Wälzer – ein Bestimmungsbuch der Wildbienen. Sie sei damit noch am Anfang erklärt sie, kann uns aber in den Blüten und an zahlreichen „Insekten-Hotels“ gleich Wildbienen zeigen.

Die Rosenblüte der Sorte „James Galway“ zeigt sich gleichsam, um den Spruch zu verifizieren.

Eine biblische Prophezeiung bleibt ihr auch nicht ganz erspart: „Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen!“ Nachdem sie jahrelang bei einem Chemiekonzern selbst ihr Brot verdient hat, kann sie das jetzt ihrem Mann überlassen und ihren Schweiß im Dienst von Pflanze und Tier vergießen, zum Beispiel bei der strapaziösen Anlage eines Habitats für Hirschkäfer, für das sie eine ein Meter tiefe Grube ausgehoben hat, um sie mit Eichen-Totholz zu füllen. Außerdem hat sie durch die Anlage verschiedener Lebensräume wie Teich, Naturwiese und Trockenmauer, durch Aufhängen diverser Nistkästen und durch Aufstellen von Igelkästen weiteren Tieren Refugien geschaffen.

Eine Pracht von Wiesen-Witwenblumen im Garten von Anette Hoffmann. Im Hintergrund leuchten rote Spornblumen um die Wette.

Auch bei den Pflanzen des Gartens gilt es, schweißtreibend einzugreifen. Davon ist Anette Hoffmann überzeugt: „Man kann den Garten nicht sich selbst überlassen. Und auch ein Naturgarten muss keine Brennnesselwüste sein. Invasive Arten müssen entfernt werden.“ Das aber immer ohne Chemie. Sie sagt dazu: „In einem artenreichen Naturgarten braucht man keine Chemie. Hier hält sich alles von selbst in einem natürlichen Gleichgewicht.“ Schließlich möchte sie ihren Garten auch für Menschen angenehm gestalten: Es gibt Sitzecken, es finden sich Keramiken und Tafeln mit Sinnsprüchen.

Aber ihre besondere Liebe gilt den Rosen. Davon gibt es in ihrem Garten 200 verschiedene Sorten in 320 Sträuchern zu verwundern, davon allein 40 Wildrosenarten.

Ihre Liebe zu den Rosen ließ sie in die Stadt namens Rosenthal ziehen. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass im Stadtbild Rosenthals jetzt viele Rosen zu sehen sind und ein Wildrosenweg eingerichtet wurde. (Von Werner Ebert)

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