Diakonisches Werk bietet Hilfe im Alltag für Menschen mit Suchtproblemen an

Ein Anker für Suchtkranke

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Die Mitarbeiter des „Ambulanten betreuten Wohnens für Menschen mit Suchtproblemen“: Kerstin Londenberg, Sarah Wagener, Klaudia Hecht, Stefan Funke, Meike Pape, Thomas Hillebrand, Gabriele Fock und Timo Hofmann.

Waldeck-Frankenberg. Sie besuchen Menschen mit Suchtproblemen in deren eigenen vier Wänden: Die Nachfrage an das „Ambulante betreute Wohnen für Menschen mit Suchtproblemen“ steigt – im ganzen Landkreis.

Wenn der Brief vom Amt vor allem Rätsel aufgibt; die Wartezeit beim Arzt kaum auszuhalten ist oder der Haushalt über einem zusammenbricht: Dann können sich Suchtkranke an das Diakonische Werk wenden. „Wir wollen Hilfe im Alltag geben“, sagt Timo Hofmann. Er ist der neue Koordinator des „Ambulanten betreuten Wohnens für Menschen mit Suchtproblemen“ beim Diakonischen Werk. 

 „Wir haben kein eigenes Wohnheim, sondern besuchen die Betroffenen zu Hause“, ergänzt er. Denn häufig haben die Menschen ein falsches Bild vor Augen, wenn sie an das Beratungsangebot denken. Und so funktioniert es wirklich: Menschen mit Suchtproblemen, in vielen Fällen Alkohol, in genauso vielen Fällen aber illegale Drogen, fühlen sich überfordert mit dem Alltag. Dann rufen sie bei Timo Hofmann im Diakonischen Werk an. „Diese Menschen wünschen sich Normalität“, sagt Diplom-Pädagogin Klaudia Hecht, „da befinden wir uns oft im Spannungsfeld zwischen Wollen und Können.“ Denn Alkohol oder andere Drogen haben soziale Beziehungen zerstört und den Alltag unberechenbar gemacht. Aber wer nach Hilfe fragt, bekommt sie. Die Berater kommen zum Hausbesuch. „Wir wissen nicht, ob die Klienten die Tür aufmachen, wir wissen auch nicht, was uns erwartet“, sagt Kerstin Londenberg, „aber wir sind bereit, uns auf jeden Klienten einzustellen“. Verantwortung und Kommando bleiben beim Klienten – der erstellt mit seinem Berater einen Wunschplan. (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 27. April.

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