Rosenthal

Anmut mit Natürlichkeit gepaart

- 2000 Quadratmeter Steinboden in Hanglage – das ist eine Herausforderung selbst für den kühnsten Gartenfreund. Anette Hoffmann aus Rosenthal hat sie mit Neugierde, Elan und sehr vielen Rosen gemeistert.

Rosenthal. Seit vier Jahren wohnt Anette Hoffmann zusammen mit ihrem Mann und zwei Kindern in Rosenthal – mit Blick auf die Stadt und einen Garten, der sie seit ihrem Umzug aus dem Ruhrpott zu unermüdlichem Einsatz einlud. Die 2000 Quadratmeter am Hang, die inzwischen zu dem Grundstück gehören, haben so manches Mal ihren Blick gefangen. „Wie oft ich schon am Fenster stand und in Gedanken weitergeplant habe“, sagt Anette Hoffmann. Und wer dann selbst einen Blick hinaus in die derzeit vor allem grüne Oase wirft, ahnt, was sie in den vier Jahren von Frühling bis Herbst draußen auf den Natursteintrassen geleistet hat. Ein raumhohes Regal voller Gartenbücher im Wohnzimmer lässt auch ahnen, wie sie die triste Jahreszeit nutzt: „Die Bücher bringen mich über den Winter“, sagt die begeisterte Hobbygärtnerin und lacht. In ihrem Garten hat sie Anmut mit Natürlichkeit gepaart. Rund 200 Rosen hat sie dort einen Platz gegeben – rund 120 Garten- und zwei Dutzend Wildrosen hat sie gesetzt und dazwischen sorgen die unterschiedlichsten Stauden und Gräser für ein lebendiges Bild. Unter den historischen Rosen hat sie Schätze wie Prolifera de Redouté oder Charles de Mills, die jedem Rosenfreund das Herz höher schlagen lassen – und dann auch noch durch ihre Robustheit erfreuen: Historische und Wildrosen haben den vergangenen Winter unbeschadet überstanden, während die englischen Rosen und starkwüchsigen Rambler stark litten oder gar nicht überlebten – und damit fühlt sich Anette Hoffmann darin bestärkt, noch mehr auf Altbewährtes und Heimisches zu setzen. Der Regel folgt sie zudem, wenn es um Stauden oder Gehölze geht: Außer Katzenminze, Lavendel oder Sonnenauge finden auch Brandkraut, Gamander, Fingerhut, Schafgarbe, Beinwell und Königskerzen Platz. Dem Vagabund Akelei erlaubt sie, sich immer wieder selbst einen neuen Platz zu suchen, und mit Walderdbeeren hat sie einen perfekten Bodendecker gefunden. Sporn- und Witwenblumen nutzen jede Fuge zwischen den Natursteinen; Buchs gibt sich auch im Winter als Blickfang. Die Farben Rosa, Bordeaux, Lavendel und Weiß herrschen im Laufe des Gartenjahres vor, auf ökologische Bearbeitung legt die gelernte Umweltschutztechnikerin großen Wert. Bei den Gehölzen setzt sie auf Pfaffenhütchen und Schlehen, Sanddorn, Apfelbeere und Traubenkirsche sowie zahlreiche weitere Beerenbüsche, die Mensch und Tier zugleich Nahrung bieten. Am 12. und 13. Juni öffnet Anette Hoffmann beim 3. Tag der offenen Gärten ihr Rosenparadies. An dem Wochenende wird auch der Arbeitskreis „Rosen für Rosenthal“ seine Pläne für den geplanten Wildrosenwanderweg vorstellen.

Der 3. Tag der offenen Gärten in Waldeck-Frankenberg soll am 12. und 13. Juni Anziehungspunkt für Liebhaber von Pflanzen und Gestaltung werden. Von jeweils 10 bis 18 Uhr öffnen insgesamt 33 Gartenbesitzer von Bad Arolsen bis Rosenthal die Pforten zu ihren grünen Paradiesen und präsentieren der interessierten Öffentlichkeit ihre liebevoll gestalteten Gärten. Bei freiem Eintritt können sich Gartenfreunde in privaten Oasen von der Pflanzenvielfalt inspirieren lassen, durch öffentliche Schaugärten wandeln oder gewerbliche Gärten unter die Lupe nehmen. In vielen Gärten werden Aktionen angeboten. (md)

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