Korbacher Agentur für Arbeit legt Zahlen für August vor

Arbeitslosen-Quote im Kreis bleibt bei 3,4 Prozent

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Arbeitslosen-Quote im Kreis bleibt im August  bei 3,4 Prozent.

Waldeck-Frankenberg – 2953 Menschen waren im August im Kreis arbeitslos gemeldet, das sind drei weniger als im Vormonat und 119 weniger als im Vorjahresmonat. Das berichtete der Chef der Korbacher Agentur für Arbeit, Uwe Kemper, am Donnerstag bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen.

Die Quote liegt unverändert bei 3,4 Prozent – im August 2018 betrug sie 3,5 Prozent.

Zum Bezirk der Agentur gehört auch der Schwalm-Eder-Kreis. Im Bezirk waren im August 6261 Jobsuchende gemeldet – 34 weniger als im Juli, aber 40 mehr als 2018. Auch da liegt die Quote bei 3,4 Prozent.  Das sei eine erfreuliche Entwicklung, sagte Kemper.

Nur geringe Schwankungen

 In den einzelnen Gruppen von Arbeitslosen habe es nur minimale Schwankungen gegeben, erklärt die Agentur. Allerdings hätten die Älteren ab 55 Jahren gegenüber dem Juli weniger als im Schnitt der vorigen fünf Jahre von den Chancen des Arbeitsmarktes profitiert. Die Langzeitarbeitslosigkeit habe im August zugenommen – sei aber immer noch geringer als im Vorjahr. 

„Die Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent stimmt aktuell zufrieden“, bilanzierte Kemper. Sie zeige, dass sich der heimischen Arbeitsmarkt in einer „ordentlichen Gesamtverfassung“ befinde. Er erklärt die fast unveränderte Zahlen auch damit, dass „in der Ferienzeit in den Personalabteilungen weniger passiert“.

Moderater Anstieg der Jobsuchenden zu erwarten

 Dennoch sei in der zweiten Jahreshälfte mit einem moderaten Anstieg der Jobsuchenden auch im Korbacher Bezirk zu rechnen, weil sich die abflauende Konjunktur langsam auf den Arbeitsmarkt auswirke. Nach wie vor die größte Herausforderung bleibe für die Arbeitsagentur, den Facharbeiterbedarf der heimischen Wirtschaft über passgenaue Vermittlung decken zu helfen, dazu gehöre auch die Qualifizierung. 

Angesichts der weiterhin sinkenden Zahl von Helferstellen gelte es, noch mehr dafür zu werben, dass Ungelernte eine qualifizierte Ausbildung absolvieren. Dies sei von besonderer Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt, da die rasante Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsfelder das Angebot an Helferstellen voraussichtlich weiter sinken lassen werde.

 „Wir erleben auch einen Umbau der Arbeitslandschaft.“ Der mache eine Qualifizierung der Beschäftigten unerlässlich. 

Die drei Geschäftsstellen:

Blick auf die drei Geschäftsstellen im Kreis: 

  • In der Geschäftsstelle Korbach mit Bad Wildungen waren 1404 Menschen ohne Arbeit registriert – 13 weniger als im Juli und 68 weniger als im August 2018. Die Quote liegt bei 3,4 Prozent, im Vorjahr betrug sie 3,6 Prozent. 
  • Die Geschäftsstelle Frankenberg meldet 833 Arbeitslose, ein Zugang von sechs gegenüber dem Juli, aber 38 weniger als im Vorjahr. Die Quote bleibt unverändert bei 2,9 Prozent. 
  • Die Geschäftsstelle Bad Arolsen erfasst für den August 716 Menschen ohne Beschäftigung, vier mehr als im Juli und 13 weniger als im Vorjahr. Quote: unverändert 4 Prozent. (-sg-)

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