Zahl der offenen Stellen ist im Mai auf 1676 zurückgegangen

Arbeitslosen-Quote im Kreis sinkt leicht auf 3,4 Prozent

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Im Mai waren bei der Korbacher Agentur für Arbeit 2947 Jobsuchende aus Waldeck-Frankenberg gemeldet, das sind 92 weniger als im April.

Waldeck-Frankenberg – Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Arbeitslosen im Kreis: Im Mai waren bei der Korbacher Agentur für Arbeit 2947 Jobsuchende gemeldet, das sind 92 weniger als im April, aber 76 mehr als im Vorjahresmonat.

Das berichtete der "Geschäftsführer operativ" der Agentur, Manfred Hamel, am Mittwoch. Die Quote sinkt um 0,1 Punkte auf 3,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,3 Prozent. 

Im gesamten Agenturbezirk mit den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren 6179 Leute ohne Beschäftigung registriert, sieben mehr als im April und 25 weniger im Jahresvergleich. Die Quote bleibt unverändert bei 3,3 Prozent – damit liegt der Bezirk erneut hessenweit auf Platz zwei hinter Bad Hersfeld/Fulda mit einer Quote von 3 Prozent. 

Die Quoten in den beiden Kreisen seien mit 3,3 Prozent in Schwalm-Eder und 3,4 Prozent in Waldeck-Frankenberg fast unverändert, sagte Hamel. Unter den Geschäftsstellen führt Frankenberg mit 3 Prozent. Der Überblick:

Blick auf die Geschäftsstellen

In der Geschäftsstelle Korbach mit Bad Wildungen waren im Mai 1392 Menschen ohne Arbeit  registriert. Das sind 39 weniger als im April und 38 mehr als im Mai 2018. Neue Quote: 3,4 Prozent nach 3,5 im April und 3,3 Prozent im Vorjahresmonat.

D ie Geschäftsstelle Frankenberg meldet 871 Arbeitslose, 37 weniger als im April und elf weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote  sinkt dadurch von 3,2 auf 3 Prozent, im Mai 2018 lag sie bei 3,1 Prozent. 

Die Geschäftsstelle Bad Arolsen erfasst derzeit  684 Menschen ohne Beschäftigung, 16 weniger als im April, aber 49 mehr als voriges Jahr. Neue Quote: 3,9 Prozent, im Vormonat waren es 4,0 und im Vorjahresmonat 3,6 Prozent.

Weniger Langzeitarbeitslosigkeit 

Damit präsentiere sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk auch im Mai auf einem niedrigem Niveau, sagte Hamel, die Eckwerte seien fast unverändert. Auch bei den einzelnen Gruppen der Arbeitssuchenden gebe es nur leichte Änderungen. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene hätten von der anhaltenden Erholung auf dem Arbeitsmarkt profitiert und seien in den vorigen vier Wochen wieder in Beschäftigung gekommen. Gegenüber Mai 2018 fielen weniger arbeitslose Frauen und Ältere besonders auf. Auch der Trend zu weniger Langzeitarbeitslosigkeit halte unvermindert an und zeigt sich vor allem beim Jobcenter.

„Aufgrund dieses wiederum extrem positiven Monats-Ergebnisses für den Agenturbezirk gehe ich davon aus, dass die Halbjahresbilanz im Juni wieder eine deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr aufweisen wird“, erklärte Hamel. 

Weniger offene Stellen

Der Bestand an offenen Stellen bleibe mit 3026 Angeboten im Bezirk hoch. Allerdings sei die Zahl im Vergleich zum April und zum Vorjahr gesunken, sagte Hamel. Im April waren es noch 3074 unbesetzte Jobs. Auch die Zahl der Neuzugänge ist rückläufig: Waren es im April noch 747 Offerten, sank die Zahl im Mai auf 603. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte die Agentur noch 871 neue Stellenangebote erfasst.Die Zahl der offenen Stellen im Kreis ist im Mai auf 1676 zurückgegangen. Das sind 67 weniger als im April. 

Untypischer Rückgang

Das sei für den Monat Mai „untypisch“ und im Landesvergleich „stark ausgeprägt“. Diese "Zurückhaltung der Arbeitgeber bei gemeldeten Arbeitsstellen“ bereite ihm Sorgen, sagte Hamel. Sie deute „auf Unsicherheiten“ wegen des nach wie vor nicht geklärten Austritts der Briten aus der Europäischen Union und wegen „internationaler Handelsstreitigkeiten“ hin. Auch Wirtschaftsforscher warnen vor den Risiken. (r/-sg-)

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