Agentur: Gute Konjunktur sorgt für Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote im Kreis liegt aktuell bei 3,8 Prozent

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Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Vor allem Langzeitarbeitslose und Ältere profitieren im Landkreis.

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg ist im Januar saisonüblich leicht angestiegen. Aktuell liegt die Quote bei 3,8 Prozent, im Vormonat waren es 3,5 Prozent. 

Im gesamten Bezirk sind derzeit 7272 Menschen ohne Arbeit gemeldet, 665 mehr als im Dezember und 1493 weniger als noch vor einem Jahr im Januar. Der aktuelle saisonübliche Anstieg zwischen Dezember und Januar werde jedoch mit 10,1 Prozent deutlich unterschritten. In Waldeck-Frankenberg waren im Januar 3327 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 274 mehr als im Vormonat und 611 weniger als im Januar 2017. „Es gab moderate Anstiege im niedrigen einstelligen Bereich in allen Gruppen“, sagt Cornelia Harberg, Sprecherin der Agentur für Arbeit Korbach.

Insgesamt sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr gut, sagt Agenturchef Uwe Kemper. Das sei auch der guten Konjunktur geschuldet. Der Stellenbestand ist hoch: 1562 offene Arbeitsplätze sind im Kreis gemeldet, 19,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Es werde immer schwerer, diese zu besetzen, so Kemper. Vor allem für Zeitarbeitsstellen, im Gesundheitsbereich und im Bereich Verkehr finde man kaum Mitarbeiter. Zeitarbeit habe einen schlechten Ruf, doch sie sei ein „erfolgreiches Durchgangstor“ auf dem Weg zu einer festen Beschäftigung. Kemper rät Arbeitssuchenden, offen zu sein für neue Berufe und sich stets weiterzubilden.

Auch Otto Richter, Geschäftsführer des Jobcenters, ist mit der Entwicklung zufrieden. Vor allem Langzeitarbeitslose würden aktuell profitieren. 706 gibt es im Kreis derzeit und damit 204 weniger als noch vor einem Jahr. Das bedeute ein Minus von 22,4 Prozent. Im vergangenen Jahr haben, so berichtet Richter, 344 Flüchtlinge einen Arbeitsplatz gefunden, davon mehr als 30 als Auszubildende. „Da bewegt sich viel.“ Auch Ältere hätten wieder gute Chancen, am Arbeitsmarkt teilzuhaben. „Bei allen Zielgruppen sehe ich grün.“

Sorgen bereitet der Agentur der Anteil der jungen Menschen und Flüchtlinge, die ohne Ausbildung einen Job annehmen, um schnell Geld zu verdienen. Mit Blick auf den weiter zunehmenden Fachkräftemangel sei das nicht der richtige Weg. 

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