4591 Menschen in Waldeck-Frankenberg ohne Arbeit

Arbeitslosenquote im Landkreis gleich geblieben

Waldeck-Frankenberg - Trotz des milden Winters, ist der Arbeitsmarkt ruhig: 66 Waldeck-Frankenberger weniger als im Januar waren im vergangenen Monat arbeitslos. Die Quote bleibt bei 5,4 Prozent.

„Der Frühling ist auf dem Arbeitsmarkt noch nicht angekommen“, befindet Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit in Korbach. Zum Monatsende legte er gestern die aktuellen Zahlen für den Landkreis vor. Die Arbeitslosenquote bleibt im Vergleich zum Vormonat gleich. Sie liegt bei 5,4 Prozent. Für den ganzen Agenturbezirk, zu dem auch der Schwalm-Eder-Kreis gehört, liegt die Quote geringfügig höher - bei 5,6 Prozent.

Zurückhaltende Arbeitgeber

Das bedeutet konkret: 66 Menschen weniger waren im Februar in Waldeck-Frankenberg arbeitslos. „Der milde Winter ermöglicht dem Handwerk, insbesondere dem Bau- und Baunebengewerbe, zwar durchzuarbeiten“, erklärt der Agenturchef, „doch dies geschieht nicht über Neueinstellungen, sondern mit der Stammbelegschaft“. Auch in der Hotel- und Gaststättenbranche sei es für Wiedereinstellungen für die kommende Saison noch zu früh. „Aktuell beobachten wir in vielen Branchen eine Zurückhaltung der Arbeitgeber“, erklärt Kemper. Im Vergleich zur gleichen Zeit im Vorjahr allerdings sorgen die Zahlen für Optimismus. Im Februar 2013 waren noch 4725 Waldeck-Frankenberger arbeitslos. Etwas höher als im Durchschnitt lag im Februar die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen bis 25 Jahren. „Das hängt aber auch damit zusammen, dass zum Beispiel im Handwerk gerade das Ausbildungsjahr geendet hat“, erklärt Cornelia Haberg von der Agentur für Arbeit.

Bewegung zeigt sich beim Stellenbestand im Landkreis. Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber meldeten im Februar 371 offene Stellen. Damit wächst der Stellenbestand auf 794 - das sind 10,3 Prozent mehr als im Vormonat und 5,4 Prozent mehr als im Februar 2013.

Chance für Arbeitslose

Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Waldeck-Frankenberg. 2494 Arbeitslose erhielten im Februar Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Das sind 42 Menschen weniger als im Januar (minus 1,7 Prozent) und 61 Langzeitarbeitslose weniger als zur gleichen Zeit 2013. „Der Arbeitsmarkt in Wal­deck-Frankenberg ist aufnahmefähig“, erklärte Otto Richter vom Jobcenter in Korbach, „deswegen gelingt die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen hier besser als in anderen Regionen“. Rund 55 Prozent der Langzeitarbeitslosen hätten keine Ausbildung, berichtete er. Im vergangenen Jahr galt ihnen eine besondere Aktion des Jobcenters, die die Ausbildung von ungelernten Kräften förderte.

„Die meisten Einstellungen von Langzeitarbeitslosen laufen dann über Zeitarbeit“, räumte Richter ein. Direkte Einstellungen gebe es selten. Und Langzeitarbeitslose über 50 hätten es deutlich schwerer, einen neuen Job zu finden. Mit dem Frühling allerdings bessert sich traditionell auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

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