Jugendliche im Landkreis auf Jobsuche · Firmen melden mehr offene Stellen

Arbeitslosenzahl steigt leicht

Waldeck-Frankenberg - Der Winter macht dem Arbeitsmarkt im Landkreis weiter zu schaffen. Die Arbeitslosenquote ist in Waldeck-Frankenberg leicht von 5,6 Prozent im Januar auf nun 5,7 Prozent gestiegen.

Derzeit sind im Landkreis 4808 Menschen ohne Beschäftigung. Das sind 83 mehr als im Vormonat und 136 mehr als im Februar 2012. Davon betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Positiv sind die gestiegenen Zahlen bei offenen Stellen.

„Anstieg im Winter normal“

Die Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis - der zum Bezirk der Agentur für Arbeit Korbach gehört - liegt bei 5,7 Prozent. Das ist der zweitniedrigste Februar-Wert seit 1998. Und doch mehr als im Januar. „Der leichte Anstieg im Winter ist völlig normal“, sagt Cornelia Harberg, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit. Fünf Bezirke in Hessen haben niedrigere Arbeitslosenquoten, in sechs Bezirken leben prozentual mehr Arbeitslose als in Waldeck-Frankenberg.

Die saisonalen Besonderheiten machen sich vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bemerkbar. Bei den 15- bis 25-Jährigen in Waldeck-Frankenberg und im Schwalm-Eder-Kreis ist die Zahl der Arbeitssuchenden im Vergleich zu Januar um 10,8 Prozent gestiegen. Das hänge vor allem mit dem Ende vieler Ausbildungen zusammen, die zwei- oder dreieinhalb Jahre dauern, so Harberg. Die Entwicklungen seien ähnlich wie in Bund und Land.

Erfreulicher sind da die Zahlen der offenen Stellen im Landkreis. 401 neue Arbeitsplätze wurden im Februar bei der Arbeitsagentur gemeldet, das sind mehr als doppelt so viele wie im Vormonat. Das wird von der Arbeitsagentur als Anzeichen für eine Frühjahrsbelebung gewertet. Insgesamt gibt es 753 offene Stellen, was gegenüber dem Vorjahr immer noch ein Minus von 7,8 Prozent bedeutet.

Weniger Kurzarbeit

Die Kurzarbeit in Waldeck-Frankenberger Unternehmen ist deutlich zurückgegangen. „Im Vergleich zu Dezember haben sich die Zahlen fast halbiert“, erläutert Cornelia Harberg. 32 Unternehmen mit 366 Mitarbeitern, die Kurzarbeit angemeldet haben, gab es im Januar. Die Zahlen zur Kurzarbeit werden mit einem Monat Verzögerung veröffentlicht.

Otto Richter vom Jobcenter Waldeck-Frankenberg warnt vor den längerfristigen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Zwar würden sich weniger Menschen arbeitslos melden, aber die Zahl der Arbeitssuchenden, die fündig werden, gehe ebenfalls zurück. Viele Unternehmen würden nicht mehr in großem Stil einstellen. „Die Firmen scheinen gesättigt“, so Richter.

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